Musikdorf Ernen: «On the Move»

On the move, oder man könnte auch sagen: Über Grenzen hinweg. So präsentiert sich dieses Konzert aus Ernen.

Mit Bartok, Schubert und Grieg sind im Konzert vom diesjährigen Festival «Musikdorf Ernen» klassische Komponisten vertreten, die sich stark auch von der Volksmusik beeinflussen liessen. Und somit Anregungen «von Aussen» in die klassische Musik übernommen haben.

Und auch Arvo Pärt oder Alfred Zimmerlin, der diesjährige Composer-in-Residence von Ernen, überschreiten Grenzen. Pärt mit seiner Musik, die geistlich-mystische Sphären heraufbeschwört und doch nicht in einer Kirche stattfindet. Und Zimmerlin, der speziell für Ernen ein Konzert für elektrischen Bass und Streicher komponiert hat. Für jenes Instrument also, das wir sonst von Jazz, Rock, Blues, Country, Pop und Schlager kennen.

Béla Bartok: Rumänische Volkstänze
Arvo Pärt: «Silentium: senza moto» aus «Tabula rasa», Doppelkonzert für zwei Violinen, Streichorchester und präpariertes Klavier
Franz Schubert: Arpeggione-Sonate für Violoncello und Streichorchester a-Moll D 821
Alfred Zimmerlin: «On the Move – in a Roundabout Way». Music for Electric Bass and 14 Strings (Uraufführung)
Edvard Grieg: Aus Holbergs Zeit. Suite im alten Stil op. 40

Festivalorchester
Helena Winkelmann, Violine (Bartok)
Daniel Bard, Violine (Pärt)
Mathilde Milwidsky, Violine (Pärt)
Paolo Giacometti, Klavier
Iva Bittovà, Gesang
Arnulf Ballhorn, E-Bass

Konzert vom 2. August 2016, Kirche Ernen
(Festival Musikdorf Ernen)

Redaktion: Andreas Müller-Crepon