Next generation: I Tempi, junges Kammerorchester aus Basel

Das junge Kammerorchester «I Tempi» sorgt für Furore. Mit musikalischen Entdeckungen und der Zusammenarbeit mit namhaften Solisten hat es sich in wenigen Saisons einen Namen gemacht. 

Symbol auf Rot
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Der Oboist Matthias Arter garantiert für solistische Brillanz und eindringliche Gestaltung.

Mit dem selten gespielten Konzert des Engländers Vaughan Williams sorgt er für eine brillante Eröffnung des Konzerts in der Zürcher Kirche St. Peter. Danach hebt er das neue Werk von Philippe Racine aus der Taufe. Ein Konzert, das die herkömmliche Aufteilung in drei Sätze neu fasst.
Auf einen aufbrausend virtuosen Kopfsatz folgt eine ausgedehnte Solokadenz, die auch emotional lyrische Wirkungen nicht scheut, und der abschliessende dritte Teil des Stücks führt die Solostimme durch eine weit schwingende, beinahe unendlich scheinende Melodie, welche die Oboe zu einer stark ausgedünnten und weit gespreizten Begleitung der Streicher durch den Raum schickt.
«Liebe bis zum Drama» ist das Motto des Konzerts. «I Tempi» lösen es ein mit der Balletsuite über Melodien aus Bizet's Carmen, die der sowjetische Komponist Rodion Schtschedrin in den 1960er Jahren für das Moskauer Bolshoi-Ballett geschaffen hat.

Ralph Vaughan Williams: Konzert für Oboe und Streicher a-moll
Philippe Racine: «Nous n'irons plus...» Konzert für Oboe und Streicher (Uraufführung)
Georges Bizet / Rodion Schtschedrin: Carmen-Suite

Kammerorchester I Tempi
Gevorg Gharabekyan, Leitung
Matthias Arter, Oboe

Konzert vom 6. Juni 2018, Zürich, Kirche St. Peter

Redaktion: Roland Fleig