«Pavillon suisse»: Carte blanche für Alexander Lonquich

Die Direktübertragung aus Lugano bringt eine Gemeinschaftssendung von DRS 2, Espace 2 und Rete Due mit dem Orchestra della Svizzera Italiana, Alexander Lonquich, Leitung und Soloklavier, sowie Cristina Barbuti, Klavier.

Musik als Show, Klassik als Zirkus sind ihm fremd. Der Pianist Alexander Lonquich sucht Anderes, wenn er Konzerte gibt, ob am Klavier oder am Dirigentenpult: «Jede Begegnung mit einem Kunstwerk ist gleichzeitig das Ausloten des eigenen existenziellen Standorts. Nur so hat Musikmachen heute Sinn», sagt er.

Das Orchestra della Svizzera Italiana lädt ihn gleich für mehrere Gastauftritte in der laufenden Saison ein. RSI Rete due, RSR Espace 2 und DRS2 senden gemeinsam das Konzert vom 29. März in Lugano. Vielseitigkeit und Perfektion auf diese Begriffe stösst immer wieder, wer sich mit dem 1960 in Trier geborenen Pianisten befasst: Alexander Lonquich verfügt über ein erstaunliche breites Repertoire als Solist wie als Kammermusiker, und er wird immer wieder eingeladen, als Solist wie auch als Gastdirigent.

In Lugano nimmt er ebenfalls beide Funktionen wahr zunächst als konzertierender Solist in Franz Liszts einsätzigem Klavierkonzert Malédiction, darauf im Klavierduo mit seiner Frau, der Italienerin Christina Barbuti, in Sandor Veress Hommage à Paul Klee, der Fantasie für zwei Klaviere und Streicher. Und schliesslich nach der Pause am Dirigentenpult für Beethovens Eroica. 

Alexander Lonquich, der seine Karriere als Teenager mit einem ersten Preis am Casagrande-Wettbewerb in Terni startete, hat seither mit beachtlicher Konsequenz über Jahrzehnte sein Feld erweitert ein stiller Star, ein «Musicians Musician» ist in Lugano zu Gast. Die Begegnung mit ihm und seiner Partnerin Cristina Barbuti wird vor dem Konzert und in der Pause der Live-Übertragung auch für spannende Gespräche sorgen.

Franz Liszt: Malédiction für Klavier und Streicher
Sandor Veress: Hommage à Paul Klee für 2 Klaviere und Streicher
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 «Eroica»

Moderation: Andreas Müller-Crepon, Jean-Pierre Amann, Redaktion: Olivier Bosia