Pavillon Suisse: China in Genf

Der Chinese Tan Dun ist durch seine Filmmusik zu «Crouching Tiger» einem breiten Publikum bekannt geworden. Im Konzert in Genf wurde er zum Vermittler zwischen den Musikwelten, zwischen China und dem Westen.

Symbol auf Grün
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Das Sinfonieorchester von Guangzhou ist zu Gast in Genf: Dirigiert von Tan Dun und mit einem eigenen Werk des in New York lebenden Chinesen, das ebenfalls durch einen Film inspiriert ist, von «Farewell my concubine».
Die Besetzung dieses Doppelkonzertes ist ungewöhnlich, treffen doch zwei Solisten ganz unterschiedlicher Provenienz aufeinander, bzw. es ist eine Solistin: Die Stimme der in der traditionellen Peking-Oper «Quingyi» genannten Frauenfigur trifft auf das westliche Klavier.
«Die Konversation zwischen Klavier und Quingyi ist eigentlich eine tragische Liebesgeschichte zwischen Mann und Frau, Himmel und Erde und Klavier und Peking-Oper», sagt Tan Dun. Dass das Klavier hier so «männlich» auftritt, hat mit der Energie und der Strenge zu tun, mit der der pianistische Solopart komponiert ist: Als Inspiration diente hier die Kampfkunst, die in der Peking-Oper ebenfalls einen hohen Stellenwert hat.

Igor Strawinsky: Feu d'artifice op. 4
Tan Dun: Adieu ma concubine – sinfonisches Gedicht für Klavier und Sopranistin der Oper Peking
Ren Tongxiang (arr. Guan Xia): Hundert Vögel fliegen zum Phönix
Igor Strawinsky: Der Feuervogel

Sinfonieorchester Guangzhou
Tan Dun, Leitung
Ralph van Raat, Klavier
Wenqing Lian, Sopran
Wenwen Liu, Suona

Konzert vom 25. Januar 2019, Victoria Hall Genf

Redaktion: Patricia Moreno