Sinfonische Fantasien aus Luzern

Indianische Melodien inspirierten Feruccio Busoni 1915 zum sinfonischen Experiment auf der Suche nach neuen, unverfälschten Klängen für seine Musik. und auch Bohuslav Martinu versuchte in seiner 6.Sinfonie von 1951, noch einmal in musikalisches Neuland aufzubrechen.

Die «Fantaisies symphoniques» beginnen mit einem vielschichtigen Klang, der die Musik noch im Stadium der Entstehung zeigt. Martinu selbst bezeichnete sie als «Werk ohne Form». Und dennoch werde es von einer durchgehenden Linie zusammengehalten.
James Gaffigan und das Luzerner Sinfonieorchester begrüssen nach diesen zwei Raritäten einen international gefragten Solisten - der litauisch-israelische Meistergeiger Vadim Gluzman wird das Brahms-Konzert auch auf CD herausbringen.

Ferruccio Busoni: Gesang vom Reigen der Geister (aus: Indianisches Tagebuch)
Bohuslav Martinu: Sinfonie Nr. 6 «Fantaisies symphoniques»
Johannes Brahms: Violinkonzert D-Dur op. 77

Luzerner Sinfonieorchester
James Gaffigan, Leitung
Vadim Gluzman, Violine

Konzert vom 18. November 2015, KKL Luzern

Redaktion: Valerio Benz