«Un…Endlich». Chorkonzert der Zürcher Sing-Akademie

Der neue Leiter der Zürcher Sing-Akademie, Florian Helgath, leitet seinen professionellen Chor in einem reinen a capella-Programm mit Stücken, die um die immer gleichen, immer gültigen Fragen kreisen: wo finden wir Lebenssinn und seelischen Halt, angesichts des ewigen Wechsels und Wandels?

Symbol auf Rot
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Charles Hubert Parry schrieb seine «Songs of farewell» während des Ersten Weltkrieges zwischen 1916 und 1918. Die Wahl seiner Texte widerspiegelt die Sehnsucht, der Gewalt und dem Leid des Krieges zu entkommen und zeugt von einer verzweifelten Suche nach Frieden.

Der Schweizer Komponist Cyrill Schürch hat in seine neue Komposition für die Sing-Akademie zwei Texte eingewoben, die sich mit dem ewigen Fluss und Wandel des Universums auseinandersetzen. Der eine stammt aus Ovids «Metamorphosen», der andere vom Philosophen Friedrich Nietzsche, in dessen «Zarathustra» sich der Satz findet: «Doch alle Lust will Ewigkeit-, - will tiefe, tiefe Ewigkeit!»

Felix Mendelssohns Psalmvertonungen op.78 entfalten den Chorklang im achtstimmigen Satz von einem fragilen, transparenten Gesang bis hin zur verzweifelten Anrufung des Schöpfers: «Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?»

Charles Hubert Parry: Songs of farewell
Cyrill Schürch: Nihil est toto (Uraufführung)
Felix Mendelssohn: Psalmen op. 78

Zürcher Sing-Akademie
Leitung: Florian Helgath

Konzert vom 4. November 2018, Kirche Enge, Zürich

Redaktion: Andreas Müller-Crepon