Bettelarm in der reichen Schweiz

Leute, die am Bahnhof, in Einkaufspassagen oder vor Kirchen betteln, sind auch in der Schweiz keine Seltenheit. Die Beweggründe der Bettler sind so verschieden, wie ihr Erfolg, sich ein Leben durch Almosen zu finanzieren.

Niggi Schwald (66) vor «seinem» Graswagen in Wallisellen, der ihm bis 2009 als Schlafstelle diente.
Bildlegende: Niggi Schwald (66) vor «seinem» Graswagen in Wallisellen, der ihm bis 2009 als Schlafstelle diente. SRF 3

«Miis Dach isch de Himmel vo Züri», singt Schauspieler Zarli Cariget in seinem Evergreen. Aber die Verherrlichung des Clochardlebens zerbricht an den Ecken und Kanten der Realität.
Unsere Gesellschaft definiert sich über Leistung, über Erfolg und wer aus dem System rausfällt, nur noch besitzt, was er in Händen hält, erlebt Vorurteile und Verurteilung.


Niggi Schwald, 66, mit verlebtem Gesicht und gelebtem Auf- und Ab, weiss genau, wie es ist, auf der Strasse zu leben. Rund fünf Jahre verbrachte er ohne Dach über dem Kopf. Sein «Abstieg» kam plötzlich: Der ehemalige Bauleiter gibt Einblick in ein Leben, das viele nicht sehen wollen. Weil es sie daran erinnert, dass es jeden treffen kann.


Input spricht mit Niggi Schwald, mit Passanten, mit Fachpersonen und klärt die Frage, ob man im Sozialstaat Schweiz überhaupt betteln muss?

Autor/in: Gregi Sigrist, Moderation: Gregi Sigrist