E-Sports: Wenn ein digitaler Athlet vom Gamen lebt

Der Schweizer Profigamer Maniac verdient sein Geld mit Computerspielen. In der E-Sports-Welt ist er ein Star. «Input» begleitet ihn und zeigt, wie hart diese sitzende Sportart ist. Keiner, der älter als 30 ist, hält sie durch. Denn wer gut zocken will, muss unheimlich schnell Entscheidungen treffen.

Ein junger Mann mit Kopfhörern sitzt an einem Computer.
Bildlegende: Stargamer Matthieu Quitterez alias Maniac. zvg

Vom Gamen zu leben scheint für viele völlig absurd zu sein. Einfach vor dem Computer zu sitzen und auf die Tastatur einzuhauen, ist doch kein Beruf. Doch weltweit gibt es bereits hunderte Profigamer.

Die Welt der digitalen Athleten

Auch in der Schweiz gibt es einen jungen Mann, der mit Gamen sein Leben finanziert. Er heisst Matthieu Quitterez, aber in der Gamewelt nennt man ihn nur «Maniac». Der 25-jährige Jurassier spielt den Egoshooter «Counter Strike» und gehört dabei zu den besten der Welt.

Solche Profigamer wie Maniac sind digitale Athleten. Ihr Sport bezeichnet man als E-Sports, also elektronischer Sport. Dort hauen sich Gamer digital die Köpfe ein oder bauen riesige Armeen auf. Zu den verschiedenen Disziplinen gehören Stratiegames, Ballerspiele oder Sportsimulationen.

Ein lukratives Geschäft

Noch vor fünf Jahren führte E-Sports ein Schattendasein, zumindest in Europa. Während in Südkorea das Potential des digitalen Wettkampfs bereits vor über 15 Jahren entdeckt wurde, war der Sport am Bildschirm bei uns in den Massen nicht präsent. Doch der rasante Anstieg an Zuschauern bei Computerspiel-Wettkämpfen - live in Stadien und online via Streams - lockte immer mehr Sponsoren an.

So ist es möglich, dass bei den grössten E-Sports-Events Preispools in der Höhe von über 10 Millionen US-Dollar ausgeschüttet werden. E-Sports ist zum lukrativen Geschäft geworden, und somit kann der elektronische Sport weiter wachsen.

Moderation: Karoline Thürkauf, Redaktion: Philippe Weizenegger