Olympia: Von London 1948 bis London 2012

Die Olympischen Spiele kehren nach London zurück. 1948 fanden die ersten Spiele der Nachkriegszeit in London statt, bescheiden und schlicht. 64 Jahre später sind die Spiele in allen Belangen der grösste Sportanlass der Welt.

Eröffnungszeremonie von London 1948: Das Olympische Feuer kommt in der Wembley Arena an.
Bildlegende: Eröffnungszeremonie von London 1948: Das Olympische Feuer kommt in der Wembley Arena an. IOC

«DRS 3 Input» unternimmt eine Olympiareise von London 1948 bis London 2012 und beleuchtet dabei Entwicklungen und lässt unvergessliche Momente aufleben.

Unterkunft aus eigener Tasche finanziert

Das Budget der Olympischen Spiele von 2012 ist 1500 Mal grösser als jenes von 1948. Damals kosteten die Spiele umgerechnet rund 10 Millionen Franken dieses Jahr gehen die Organisatoren von rund 15 Milliarden Franken aus.

Dass London 1948 bescheiden war, bestätigt auch der 88jährige Erich Schriever aus Zürich. Er hat 1948 in London Olympiasilber gewonnen mit seinen Teamkollegen im Rudern Vierer mit Steuermann. Die Unterkunft hatten sie damals privat organisiert, der Ruderverband zahlte zwar die Reise und den Transport der Boote, eine Prämie für Olympiasilber erhielten die Ruderer damals jedoch nicht.

Sportliche Zeitzeugen des Terrors

1972 standen die Spiele von München unter Schock. Palästinenser überfielen die Israelische Delegation und nahmen Geiseln. Traurige Bilanz des Überfalls und der darauf folgenden missglückten Befreiungsaktion: 17 Tote.

Der Berner Christian Kauter war 1972 in München als Fechter dabei, hat das Attentat und seine Folgen miterlebt und gewann im Teamwettkampf gar eine Silbermedaille. Für ihn und seine Teamkollegen war nach dem Attentat schnell klar, dass sie ihren Wettkampf bestreiten wollten, um der Gewalt zu trotzen. Allerdings verliessen sie die Olympischen Spiele vor der Schlussfeier. Nach feiern war ihnen nicht zu Mute.

Originaltöne von Berlin bis Seoul

Bei «DRS 3 Input» erzählen Erich Schriever und Christian Kauter ausführlich von ihren Erlebnissen bei diversen Olympischen Spielen und schwelgen in Erinnerungen.

Zudem bringt «Input» Radioperlen aus dem Archiv ins Programm: Orignaltöne der Eröffnungsfeier der Nazispiele 1936 in Berlin, Nachrichten vom Attentat in München 1972 und der Original-Livekommentar des Schweizer Fernsehens zum legendären 100-Meter-Sprint von Seoul 1988 - Olympiaerfolg und anschliessender Fall des Kanadischen Sprinters Ben Jonson inklusive.

Redaktion: Alexander Blunschi