Reduit und Wohlfühlzone Wohnzimmer

Der Herbst verschiebt unser Leben vom Freien wieder in die eigenen vier Wände. Input will wissen, wie unsere heutigen Wohn- und Esszimmer eingerichtet sind und genutzt werden.

Das Schweizer Durchschnittswohnzimmer, 2005.
Bildlegende: Das Schweizer Durchschnittswohnzimmer, 2005. Keystone

Multifunktionalität: Ein Tisch ist nicht einfach ein Tisch

«Wie die Schweizer wirklich wohnen» ist der vielversprechende Titel einer Studie des Trendforschungsinstitutes Gottlieb-Duttweiler aus dem Jahr 2012.

Das Resultat: Heutzutage ist alles multifunktional. Der grosse Tisch dient zum Essen, Arbeiten und Spielen und ist oft das Herz des Gemeinschaftsraumes, die Sofalandschaft dient als Relaxzone und auch noch als Gästebett.

Hauptkriterien bei den Möbeln: Die Langlebigkeit und eben die Mulifunktionalität, farblich gibts wenig Experimentierfreude. Der heutige Wohnbereich dient in erster Linie als Rückzugsort vom Arbeitsalltag, der Repräsentationscharakter ist eindeutig zweitrangig bei Herrn und Frau Schweizer. 

Wandel: Vom Staubfänger zum Wohnacessoirs

Bei den Möbeln stehen diskrete Farben und Formen ganz oben auf dem Wunschzettel der Schweizerinnen und Schweizer. Die ganz persönliche Note bekommt ihre Wohnung vor allem durch individuelle, farbige, überraschende Acessoirs.

Früher war dieser Krimskrams als Staubfänger verpönt, heute boomen die sogenannten Acessoirs und haben sich etabliert. Fast in jeder Schweizer Wohnung sind solche Kissen, Bilder, Lampen, Basteleien oder andere Deko zu finden. Sie sind den Bewohnern laut Studie besonders wertvoll.

Ausserdem leben wir alle stillos, das heisst: Nicht mit einem bestimmten Stil, sondern mit einem eigenen. Nicht fehlen darf übrigens: Das stilbrechende Stück, wie der antike Omastuhl im modernen Glasbau.

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Moderation: Martina Arpagaus, Redaktion: Martina Arpagaus