Tinnitus: Was, wenn es nie mehr ruhig wird?

Ein Pfeifen, Klingeln, Rauschen: 15 Prozent der Schweizer haben einen Tinnitus. Der Rapper und Moderator Knackeboul leidet seit acht Jahren unter einem Pfeifen im Ohr. Bei «Input» spricht er erstmals darüber. Wie geht er mit dem lästigen Ton im Ohr um und warum gibt es bis heute kein Heilmittel?

Knackeboul
Bildlegende: Auch der Rapper Knackeboul leidet an einem Tinnitus. Keystone

Tinnitus kann viele Ursachen haben. Die häufigste ist ein Hörschaden, beispielsweise durch ein zu lautes Konzert oder zu viel Lärm am Arbeitsplatz. Verschwindet der Tinnitus nach drei Monaten nicht von alleine, dann bleibt er in vielen Fällen für immer.

Tinnitus kann aber auch einen psychogenen Ursprung haben. Zum Beispiel dann, wenn Betroffene im Job oder privat zu viel Stress haben, an einer Depression leiden oder mit zu viel Druck nicht umgehen können. Findet man den Ursprung dieses emotionalen Leidens, kann man den Tinnitus in vielen Fällen heilen.

Der Ton ist Terror, das Allerweltsheilmittel fehlt

Egal jedoch, wie Betroffene einen Tinnitus bekommen haben, der Ton im Ohr nervt und das 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Obschon man bei Tinnitus mittlerweile von einer Volkskrankheit spricht (15 Prozent der Schweizer haben Tinnitus), gibt es bis heute kein Allerweltsheilmittel, aber viele schwarze Schafe in der Branche, die mit dem Leiden der Betroffenen Geld machen wollen.

Moderation: Simona Caminada, Redaktion: Simona Caminada