Bali: Plastik-Paradies zwischen Kokospalmen und Müllbergen

  • Samstag, 8. September 2018, 9:08 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 8. September 2018, 9:08 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Samstag, 8. September 2018, 11:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Samstag, 8. September 2018, 23:03 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 9. September 2018, 1:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 9. September 2018, 5:33 Uhr, Radio SRF 4 News
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    • Sonntag, 9. September 2018, 18:30 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 9. September 2018, 20:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 9. September 2018, 23:03 Uhr, Radio SRF 4 News

Bali ist eine indonesische Trauminsel, bekannt für die weissen Strände, die Korallenriffe, die lächelnden Bewohner. Hier hat Julia Roberts im Film «Eat Pray Love» ihre Liebe gefunden; hier sonnen sich jährlich Millionen von Menschen aus der ganzen Welt. Doch das Paradies hat grosse Schönheitsfehler.

An den Stränden türmen sich tonnenweise Abfall. Der schnell wachsende Tourismus hat auf der Insel längst seine schmutzigen Spuren hinterlassen. Doch das Problem ist auch hausgemacht.
Bildlegende: An den Stränden türmen sich tonnenweise Abfall. Der schnell wachsende Tourismus hat auf der Insel längst seine schmutzigen Spuren hinterlassen. Doch das Problem ist auch hausgemacht. SRF. Karin Wenger.

Im vergangenen Dezember rief die Regierung den Umweltnotstand aus. An den Stränden türmten sich Abfallberge. Die Regenzeit wird heute auf Bali Abfallsaison genannt. Denn mit dem Regen wird der Abfall vom Landesinneren an die Strände gespült. Die wildwachsende Tourismusindustrie, ungenügende Infrastruktur und ein fehlendes Umweltbewusstsein in der lokalen Bevölkerung sind Teil des Problems, doch dieses ist noch viel grösser. Winde und Meeresströmungen treiben Plasticmüll aus weitentfernten Gebieten an Balis Strände. Es braucht ein Umdenken und handfeste Lösungen. Einige davon gibt es zwar auf Bali. Aber die Politik beharrt auf ihrer Wachstumsstrategie.

Autor/in: Karin Wenger, Redaktion: Martin Durrer