Okinawas Kampf gegen die US-Präsenz

  • Samstag, 16. Februar 2019, 9:08 Uhr
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    • Samstag, 16. Februar 2019, 9:08 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
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Seit Ende des Zweiten Weltkriegs dient die Insel Okinawa, die südlichste Präfektur Japans, den USA als strategischer Stützpunkt im Ostchinesischen Meer. Gut die Hälfte der 50'000 in Japan stationierten US-Soldaten befindet sich dort. Dies sorgt seit langem für Proteste in der Bevölkerung.

Amerikanische Flieger unerwünscht: Japanische Demonstrantin in Okinawa, wo die US-Militärstützpunkte auf den Widerstand in der Bevölkerung stossen.
Bildlegende: Amerikanische Flieger unerwünscht: Japanische Demonstrantin in Okinawa, wo die US-Militärstützpunkte auf den Widerstand in der Bevölkerung stossen. SRF. Martin Aldrovandi

Besonders Lärm, Sicherheitsrisiken sowie Straftaten von US-Militärangehörigen bringen die Einheimischen in Okinawa auf die Barrikaden. Und die Menschen ärgert, dass ihre Inselgruppe die grösste Last des US-Militärs zu tragen hat – sie fühlen sich von der Zentralregierung in Tokyo im Stich gelassen. Diese hat zwar den Unmut in der Bevölkerung zur Kenntnis genommen und will eine der umstrittensten US-Stützpunkte in die idyllische Henoko-Bucht verlegen – in ein Naturschutzgebiet. Denn strategisch ist Okinawa gut gelegen: Die US-Streitkräfte sind nur wenige Flugstunden von der koreanischen Halbinsel, China, Taiwan und den Philippinen entfernt.

Für die InselbewohnerInnen ist dies keine Lösung, ihre Wut auf Japans Regierung und das US-Militär wächst weiter und einige möchten gar die Unabhängigkeit von Japan.

Autor/in: Martin Aldrovandi, Redaktion: Brigitte Zingg