Riace – das Dorf, wo Flüchtlinge willkommen sind

  • Samstag, 18. Oktober 2014, 9:08 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 18. Oktober 2014, 9:08 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Samstag, 18. Oktober 2014, 11:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Samstag, 18. Oktober 2014, 23:03 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 19. Oktober 2014, 1:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 19. Oktober 2014, 5:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 19. Oktober 2014, 13:03 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 19. Oktober 2014, 18:30 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 19. Oktober 2014, 20:33 Uhr, Radio SRF 4 News

Hunderttausende Flüchtlinge sind in den letzten Jahren in Italien angekommen. Viele wurden von der italienischen Marine aus dem Meer gefischt und gerettet. In Italien bleiben viele auf sich allein gestellt. In Kalabrien aber gibt es ein Bergdorf, Riace, das Flüchtlingen Arbeit und Unterkunft bietet.

Sicht auf die Stadt Riace in der süditalienischen Region Kalabrien. Viele der Bewohner haben auf der Suche nach besseren Möglichkeiten das Dorf verlassen. In den letzten Jahren hat jedoch der Bürgermeister ein System eingeführt, welches Einwanderer ermutigen soll, sich in Riace niederzulassen.
Bildlegende: Sicht auf die Stadt Riace in der süditalienischen Region Kalabrien. Viele der Bewohner haben auf der Suche nach besseren Möglichkeiten das Dorf verlassen. In den letzten Jahren hat jedoch der Bürgermeister ein System eingeführt, welches Einwanderer ermutigen soll, sich in Riace niederzulassen. Reuters

Riace ist ein armes Dorf, das unter der Landflucht der Jungen leidet. Die Flüchtlinge bringen neues Leben ins verlassene Dorf. Doch für die meisten von ihnen ist auch Riace nur eine weitere Station auf ihrer endlosen Odyssee. Denn Riace darf den Flüchtlingen nur so lange Unterkunft und Arbeit bieten, als sie auf ihre Papiere warten. Sind die eingetroffen, müssen sie weiterziehen. Für eine paar Monate aber finden Flüchtlinge in Riace Unterschlupf: Ein Leben mitten unter Italienerinnen und Italienern, das nie zum richtigen Zusammenlaben werden kann.

Autor/in: Eberhard Schade, Redaktion: Franco Battel