Abbey Lincoln: «You Gotta Pay the Band» (1991)

Es ist eine Binsenwahrheit unter Musikern: Fast jeder Kollege ist käuflich, wenn er anständig bezahlt wird. Abbey Lincoln konnte offensichtlich gut bezahlen damals, und kaufen liessen sich Grossmeister wie Stan Getz, Hank Jones und Charlie Haden.

Geld ist die eine Sache, gute Ideen die andere. Abbey Lincoln hatte im Jahr 1991 beides, eine potente Produktionsfirma und viele Songs, die sie realisieren wollte. Und so wurde diese Platte eine der beglückendsten der an Höhepunkten nicht armen Karriere von Lincoln.

Für Stan Getz war es eine der letzten Sessions vor seinem Tod, und die Tiefe seines Spiels angesichts des Unabänderlichen berührt.

Abbey Lincoln und die anderen Musiker im Studio lassen sich durch Getz hörbar inspirieren. Eine Sternstunde.

Autor/in: Beat Blaser