World Saxophone Quartet «Plays Duke Ellington» (1986)

Eine Band bestehend aus vier Saxofonen. Dass das sehr gut funktioniert, haben Oliver Lake, Julius Hemhill, David Murray und Hamiett Bluiet eher zufällig herausgefunden. Sie experimentierten  im Rahmen eines Workshops zusammen, wie man ohne Rhythmusgruppe grooven kann.

In ihren Anfängen in den 1970er-Jahren spielten die beiden Altosaxofonisten, der Tenorsaxofonist und der Baritonist dabei ganz im Geist der Free Bewegung: wild, heftig, ungezähmt - und natürlich ohne Vorgaben.

Alle vier Gründer des World Saxofone Quartets waren aber auch starke Komponisten. So kam ihre Musik Platte um Platte komponierter daher - und wurde damit auch zugänglicher für ein breiteres Publikum.

Ein vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung ist ein Album Mitte der 1980er-Jahre. Da hat das World Saxophone Quartet erstmals fremde Stücke aufgenommen - das aber in gewohnt frischer, kompromissloser Manier. Der Komponist jener Stücke ist selber ein Meister: Duke Ellington.

Redaktion: Annina Salis