Jazz in Südafrika

Die älteste und kontinuierliche Jazzszene auf dem Kontinent hat sich seit rund 100 Jahren in Südafrika gebildet.

Die Städte und Townships um die Minen, besonders Sophiatown bei Johannesburg, waren Geburtsstätten einer Kultur, die sich an den afro-amerikanischen Vorbildern in den USA orientierte, aber vitale und eigenständige Formen entwickelte.

Gospel-Chöre und Bands aus Südafrika gingen auf Amerika-Tournee und beeinflussten die Musikszene der USA, brachten ihrerseits aber wieder neue Impulse mit nach Hause. Seit dem Township-Swing der 1950er-Jahre und der Exil-Bewegung gegen das Apartheid-Regime hat sich der Jazz in Südafrika vielfältig weiter entwickelt.

Der Südafrika-Kenner und Jazz-Veranstalter Veit Arlt, Koordinator des Zentrums für Afrika Studien Basel, ist Gast in der Sendung.

Autor/in: Andreas Müller-Crepon, Redaktion: Beat Blaser