70 Jahre Nylonstrumpf als Massenware

Als am 15. Mai 1940 in den USA zum ersten Mal günstige «Nylons» angeboten wurden, kam es in den amerikanischen Käufhäusern zu tumultartigen Szenen. Auch in der Schweiz mussten Läden schliessen, weil keine Ware mehr erhältlich war.

Heute besteht ein Überangebot an Strümpfen und Nylon wird für allerlei anderes eingesetzt.

 

Arbeitszeugnisse: von Müttern und Temporärbüros 
Jeder und Jede hat das Recht auf ein Arbeitszeugnis. Hörerinnen und Hörer wollten vom Experten Peter Häusermann wissen, ob auch das Temporärbüro, über das man Arbeit gefunden hat, verpflichtet sei, ein Zeugnis zu verfassen.

Beiträge

  • 70 Jahre Nylonstrumpf als Massenware

    Bereits in den dreissiger Jahren entwickelte der US-Chemiekonzern «DuPont» eine zähe und doch elastische Masse, den Nylon. Erste, teure Nylonstrümpfe entzückten die Damen. Gleichzeitig wurden in Deutschland die Perlonstrümpfe als Konkurrenzprodukt lanciert.

    Die Freude war kurz, mit dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges, wurden syntetische Fasern fortan zu Fallschirmen, Zelten oder Seilen verarbeitet.

    Im Mai 1940 die Wende. US-Produzenten stellten «Nylons» als Massenprodukt her. Die Nachfrage war gigantisch, die «Nylons» wurden zum Verkaufsschlager und in der Nachkriegszeit zur begehrten Tauschware. Die Nylon-Welle schwappte auch in die Schweiz über. Auch hier mussten Strumpfgeschäfte etliche Male schliessen, weil die «Nylons» ausverkauft waren.

    Krispin Zimmermann

  • Arbeitszeugnisse: von Müttern und Temporärbüros

    Sie war 20 Jahre weg vom Arbeitsmarkt. Hat inzwischen fünf Kinder gross gezogen. Jetzt möchte sie eine Ausbildung an einer Höheren Fachschule machen. Sie fragt, ob sie der Anmeldung ihre früheren Zeugnisse beilegen müsse.

    Mit ihrer Frage war sie eine der vielen Hörerinnen und Hörer, die dem Arbeitszeugnis-Experten Peter Häusermann Fragen stellten. Häusermann war am Mittwochmorgen zu diesem Thema Gast im Espresso. Er ist ein Verfechter von klar- und wahrformulierten Zeugnissen.

    Heute befasst er sich mit Müttern, die in die Arbeitswelt zurück möchten und erklärt, weshalb ein Temporärbüro die Pflicht hat, Arbeitszeugnisse zu schreiben.

    Barbara Bürer