Arbeitszeugnisse: weg mit den Codierungen

Arbeitszeugnisse sollten wahr und klar formuliert sein. Doch manchmal sind sie nur wirr. Und das, sagt der Experte Peter Häusermann, weil sich der Arbeitgeber beim Verfassen zu oft der so genannten «Zeugnis-Codes» behilft.

 

 

Besitzerwechsel beim Restaurant: Gilt der Gutschein trotzdem?

Die Besitzerin einer Pizzeria verweigert die Annahme von Gutscheinen, die der Vorgänger ausgestellt hat. Laut Rechtsexpertin Doris Slongo hätte sie die Gutscheine akzeptieren müssen, weil sie nicht Pächterin des Restaurants ist und den ganzen Betrieb inklusive Schulden des Vorgängers übernommen hat.


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Beiträge

  • Arbeitszeugnisse: weg mit den Codierungen

    Wenn es um das Verfassen von Arbeitszeugnissen geht, verstecken sich Chefs lieber hinter Codierungen, als klar Stellung zu beziehen. Für die Mitarbeitenden ist damit oft nicht klar, ob man nun mit ihren Leistungen zufrieden war oder nicht.

    «Mit seiner Leistung waren wir zufrieden.» Was heisst das nun? Meint der Vorgesetzte damit wohl das Gegenteil? Der Experte auf diesem Gebiet, Peter Häusermann, sagt dazu: «Wenn er so denkt, diesen Satz aber trotzdem schreibt, belügt er den vom Zeugnis betroffenen Arbeitnehmer und alle, die das Zeugnis später lesen werden.»

    Weg mit den Codierungen! Häusermann plädiert, die Wahrheit zu schreiben und Negatives klar zu benennen - sollten Arbeitsleistungen und Verhalten problematisch gewesen sein. In der Sendung Espresso gibt er Auskunft, weshalb Arbeitgeber sich der Codes behelfen, wie sie zu umgehen sind und wie sie für Mitarbeitende zu erkennen sind.

    Barbara Bürer

  • Besitzerwechsel beim Restaurant: Gilt der Gutschein trotzdem?

    «Espresso»-Hörer Christian Schwaninger hat letztes Jahr einen Gutschein für eine Pizzeria geschenkt bekommen. Kurz darauf übernahm eine neue Besitzerin das Lokal. Diese wollte den Gutschein nicht mehr akzeptieren. Laut Rechtsexpertin Doris Slongo hätte sie dies aber tun müssen.

    In diesem Fall hat die neue Besitzerin nämlich auch die Schulden des Vorgängers übernommen. Dazu gehört auch die Annahme von Gutscheinen, die der Vorgänger ausgestellt hat.

    Anders wäre es, wenn die Wirtin die Pizzeria lediglich gepachtet hätte. In diesem Fall hätte sie die Schulden des Vorgängers nicht übernommen und müsste deshalb auch die Gutscheine des Vorgängers nicht akzeptieren.

    Matthias Schmid