Betreibungen: Immer ein «Tolggen im Reinheft»

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  • Betreibungen: Immer ein «Tolggen im Reinheft»

    Wer betrieben wird, erhält auf alle Fälle einen Eintrag im Betreibungsregister - egal ob die Forderung gerechtfertigt oder völlig aus der Luft gegriffen ist. So gelingt es luschen Geschäftemachern immer wieder, ihre Opfer mit der Angst vor einer Betreibung einzuschüchtern.

    Aus juristischer Sicht ist die Angst zwar unbegründet, gerade bei der Wohnungs- oder Stellensuche kann ein Eintrag jedoch negative Folgen haben.

    Wird eine Betreibung eingeleitet, die man als ungerechtfertigt empfindet, sollte man innert 10 Tagen Rechtsvorschlag erheben. Dazu genügt es, dem Betreibungsbeamten zu sagen, dass man mit der Betreibung nicht einverstanden ist. Die Betreibung wird so automatisch gestoppt, und es gibt einen entsprechenden Vermerk beim Eintrag im Betreibungsregister.

    Matthias Schmid

  • Arbeitsfreies Raketen steigen lassen

    Der 1. August als arbeitsfreier Bundesfeiertag, was noch vor zwanzig Jahren keine Selbstverständlichkeit. Erst zu Beginn der 90er-Jahre sorgte eine Volksinitiative dafür, dass während des Nationalfeiertags schweizweit nicht gearbeitet wird.

    Die Initiative wurde - bis in die heutige Zeit ein Rekord - mit beinahe 84 Prozent der Stimmen angenommen. Es war diese gewaltige Zustimmung, die dem Bundesrat nicht ganz geheuer war und so mahnte Adolf Ogi in seiner damaligen Ansprache: «Der 1. August soll nicht zum faulenzen da sein, sondern um den Geburtstag unserer Heimat zu feiern.»

    Simon Thiriet

  • Tote Bäume für vielfältiges Leben

    Das Artensterben in der Tier- und Pflanzenwelt macht Sorgen: Über 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung schätzt den Verlust von Biodiversität als gefährlich für Mensch und Umwelt ein.

    Damit steht in einer kürzlich veröffentlichen Studie des Bundes die Angst um die Artenvielfalt auf Platz 1 der Sorgen vor Umweltveränderungen. Die Bauernorganisation IP Suisse kämpft gemeinsam mit der Vogelwarte Sempach dagegen an.

    «Die Natur ist wie ein Netzwerk: Wenn dieses viele verschiedene Verknüpfungen hat, ist es stabil und im Gleichgewicht», sagt Roman Graf von der Vogelwarte Sempach gegenüber «Espresso». Mit einer Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten braucht man z.B. weniger künstliche Spritzmittel, was wiederum der Gesundheit des Menschen zu Gute kommt.» Im Projekt «Mit Vielfalt punkten - Bauern beleben die Natur» werden neue Instrumente entwickelt, die Landwirte zu einer Förderung der Biodiversität anregen sollen.

    Magnus Renggli