«Bonus-Malus» oder einkommensabhängige Prämie?

Der Prämienzahler sollte dazu beitragen, dem «kranken» Gesundheitswesen auf die Beine zu helfen, dies der Vorschlag der «Espresso»-Hörer. Wer soll mehr bezahlen: Jene, die mehr Leistungen beziehen - oder diejenigen, die mehr Geld verdienen?

 

Obligatorische Umfrage in der Kritik

Ein grosser Teil der «Espresso»-Hörer will nicht zu einer Telefonumfrage gezwungen werden. Das Obligatorium des Bundes stösst mehrheitlich auf Ablehnung.

Beiträge

  • «Bonus-Malus» oder einkommensabhängige Prämie?

    Um die Prämien zu senken, orten viele «Espresso»-Hörer Sparpotenzial beim Prämienzahler selbst. Doch wer soll mehr zur Kasse gebeten werden? Jene, die mehr Leistungen beziehen oder jene, die mehr Geld verdienen?

    Gesundheitsökonom Heinz Locher sieht bei beiden Vorschlägen Risken. Das sogenannte «Bonus-Malus-System» benachteiligt Menschen, die unverschuldet krank werden. Die einkommens-abhängige Krankenkassenprämie bringt keine Erleichterung auf Kostenseite und ist in der Schweiz zudem teilweise bereits eingeführt.

    Eine neue Idee, die sich verfolgen liesse, sieht der Gesundheitsökonum in einer «Überschussbeteiligung» - ähnlich jener bei den Lebensversicherungen.

    Yvonne Hafner

  • Obligatorische Umfrage in der Kritik

    Der «Espresso»-Beitrag zur anstehenden Telefonumfrage des Bundes hat viele Reaktionen hervorgerufen. Die meisten Hörerinnen und Hörer wollen nicht, dass sie zu der Umfrage gezwungen werden. Einige wollen die Umfrage sogar boykottieren und auch eine allfällige Busse nicht bezahlen.

    Laut Experten ist ein Umfragezwang allerdings nötig, damit die Statistik repräsentativ wird. Bei einer freiwilligen Umfrage würden gewisse Bevölkerungsgruppen weniger gut erfasst. Auch dass die Umfrage am Telefon stattfindet, verbessere das Resultat der Umfrage im Vergleich zu einer schriftlichen Umfrage.

    Dass Bussen ausgesprochen werden funktioniert für die Statistik besser, als dass Teilnehmer belohnt werden. Belohnungen könnten nämlich die Statistik verfälschen.

    Matthias Schmid