Blackout Das Geschäft mit dem Notvorrat

Wie und was kocht man, wenn der Strom ausfällt? Im Internet gibt es mehrere Anbieter, welche Notvorrats-Pakete mit langer Haltbarkeit anbieten. Diese sind allerdings nicht gerade günstig. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung empfiehlt, einen Notvorrat für nur eine Woche anzulegen.

Mit den beiden Firmen Notvorrat24.ch und sicher-satt.ch haben sich zwei Firmen auf das Geschäft mit Notvorräten spezialisiert. Sie bieten ein Rundum-Paket mit Lebensmitteln die über 10 Jahre lang haltbar sind. «Am meisten verkaufen wir das Monatspaket mit Milchpulver, Eipulver, Pasta, Bouillon und Fertiggerichten», sagt Reto Schätti von Sicher-satt.ch.

300 Franken für ein Monatspaket

Doch ein solches Monatspaket kostet je nach Anbieter zwischen 290 und 320 Franken und ist 10 bis 15 Jahre haltbar. Eine ziemliche Stange Geld für etwas, was man möglicherweise nicht brauchen wird. «Eine Mahlzeit kostet umgerechnet nur drei Franken 50», rechnet Claudia Scalise von Notvorrat24.ch vor. Da müsse jeder selber entscheiden, ob das viel sei.

Einen stolzen Preis hat auch das lagerfähige Trinkwasser, welches beide Firmen anbieten. 15 Liter kosten sagenhafte 77 Franken. Dieses Wasser sei darum so teuer, weil es speziell aufbereitet worden sei und vor allem in der Hochseeschifffahrt eingesetzt werde, sagt Scalise von Notvorrat24.ch: «Es hält grosse Hitze und Kälte problemlos aus und ist immer noch geniessbar.»

Bund empfiehlt Notvorrat für 1 Woche

Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) empfiehlt allerdings, daheim lediglich einen Notvorrat für eine Woche zu haben. Ueli Haudenschild vom BWL: «Ein solches Monatspaket schiesst übers Ziel hinaus. Wichtig ist, dass man Lebensmittel hat, die man im täglichen Leben braucht wie Reis, Pasta oder Kartoffeln. Und diese sollte man regelmässig aufbrauchen und wieder ersetzen.» Dies, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden.

Auch beim Trinkwasser empfiehlt Haudenschild normales Mineralwasser und zwar drei Liter pro Person für mindestens drei Tage. Bei einer Katastrophe sehe der Notfallplan des Bundes vor, dass innerhalb von drei Tagen wieder Trinkwasser verfügbar sein müsse und Lebensmittel müssten innerhalb von etwa einer Woche wieder verfügbar sein. Viele Firmen haben in sogenannten Pflichtlagern verschiedene Lebensmittel vorrätig um die Bevölkerung zu versorgen.