Die älteren Internet-Nutzer holen auf

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  • Die älteren Internet-Nutzer holen auf

    Rund 1900 Franken gaben die über 55-Jährigen durchschnittlich 2010 im Internet aus. Sie sorgen damit für das stärkste Wachstum im Internet und überholen die 35 bis 54-Jährigen, die bisher am meisten im Internet eingekauft haben. Diese Altersgruppe gab 2010 nur rund 1200 Franken aus.

    Während bei den unter 25-Jährigen der Preis ein wichtiges Kriterium ist, spielt bei den über 55-Jährigen der Preis eine untergeordnete Rolle. Den sogenannten «Silver Surfern» ist die Qualität wichtiger. Produkte, bei welchen die persönliche Beratung ausschlaggebend ist, kaufen die über 55-Jährigen jedoch nach wie vor am liebsten vor Ort im Laden.

    Nicole Roos

  • Internetstudie: Interview mit Professor Thomas Rudolph

    Professor Thomas Rudolph hat die repräsentative Langzeitstudie der Universität St. Gallen geleitet. 8,7 Milliarden Franken haben Schweizerinnen und Schweizer im Jahr 2011 für Interneteinkäufe ausgegeben.

    Nicole Roos

  • Darf ein Reiseveranstalter «einseitig kündigen»?

    «Espresso»-Hörer Karl Franke war im Januar mit einem Pauschal-Arrangement in Ägypten. Wegen den Unruhen wurde die Reise vom Veranstalter nach nur zwei Tagen «einseitig gekündigt». «Espresso» klärt, welche Rechte die Konsumenten in einem solchen Fall haben.

    Zwar kann der Reiseanbieter ein Arrangement wegen «höherer Gewalt» oder «unvorhersehbaren Ereignissen» abbrechen. Die Formulierung «einseitige Kündigung» sei aber unglücklich, denn diese existiere nur im deutschen Reiserecht, so der Reise-Ombudsmann Beat Dannenberger.

    Falls ein Rücktransport notwendig wird, muss der Veranstalter alle Mehrkosten für Rückflug oder Unterkunft übernehmen. So will es das Schweizer Pauschalreisegesetz. Im deutsche Reiserecht hingegen sind die Konsumenten schlechter gestellt. Sie müssen die Mehrkosten für den Rückflug zur Hälfte übernehmen, Kosten für zusätzliche Übernachtungen sogar ganz. Gerade wer übers Internet bei einem deutschen Reisebüro ein vermeintliches Schnäppchen buche, sollte sich dessen bewusst sein, warnt der Ombudsmann.

    Yvonne Hafner