Die Post im Gegenwind

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  • Schweizer Wolle wieder im Aufwind

    An vielen Orten in der Schweiz liefern die Schäfer bis Ende Mai die Frühjahrswolle ab. Trotz immernoch eher mässigen Preisen sind die Schlangen an den Annahmestellen wieder grösser als vor 5 bis 10 Jahren. Damals landeten grosse Teile der Wolle im Abfall.

    Nur 20 bis 50 Rappen pro Kilo war die Wolle damals wert. Schuld war vor allem die Konkurrenz aus dem Ausland, die als qualitativ besser gilt. So warfen viele Schäfer die Wolle lieber in den Kehricht, als sie auf den Markt zu bringen. Dies war zumindest weniger aufwendig. Heute ist ein Kilo Schafwolle wieder über einen Franken wert.

    Immerhin: Im Oberwallis wurden diesen Frühling zum Beispiel wieder rund 80 Prozent der Schafwolle abgeliefert. Dies auch, weil Schweizer Wolle grösstenteils nicht mehr für Bekleidung verwendet wird, sondern neue Verwendungen gefunden hat. Martin Keller vom grössten Schweizer Wollaufkäufer «swisswool»: «Wir verwenden die Wolle heute vor allem in Matratzen, für Teppiche und als Isolationsmaterial.»

    Reinhard Eyer

  • Muss der Nachbar seinen Baum stutzen?

    Der Nachbar von «Espresso»-Hörer Paul Krenger aus Matten (BE) hat in seinem Garten eine grosse, etwa 40 Meter hohe Tanne. Bei Sturm wird es Paul Krenger immer Angst und Bange: «Die Tanne wird jeweils kräftig hin- und hergerissen.

    Dies ist gefährlich für die Häuser in der Umgebung.» Der Nachbar reagiert jedoch nicht auf entsprechende Warnungen.

    Paul Krenger sollte laut Rechtsexpertin Doris Slongo dafür sorgen, dass er gut versichert ist für den Fall, dass die Tanne an seinem Haus Schäden verursacht. Der Nachbar kann nur dann gezwungen werden, die Tanne zu kürzen oder gar zu fällen, wenn sie wirklich gefährlich ist. Ob dies so ist, muss eine Fachperson beurteilen, z.B. ein diplomierter Gärtnermeister oder ein Experte einer Hochschule.

    Matthias Schmid

  • Die Post im Gegenwind

    Die Gebührenerhöhung der Post sorgt weiter für Wirbel. Nachdem «Espresso» die neuen Gebührenerhöhungen der Post thematisiert hat, hagelte es erneut Proteste verärgerter Hörerinnen und Hörer. «So nicht, liebe Post!» lautet der Tenor.

    Live im Studio versuchte Post-Sprecher Oliver Flüeler die neuen Gebühren zu rechtfertigen: «Wir haben ein Defizit, das gedeckt werden muss. Mit unserem neuen Preisgefüge verrechnen wir nach dem Verursacherprinzip.» Konkret bedeutet dies, dass jeder in die Taschen greifen soll, der Zusatzleistungen in Anspruch nehmen will.

    Die «Espresso»-Hörer goutierten diese Argumentation nicht (siehe Link unten). Nun reagieren auch Konsumentenschützer. Wir fragen in der Sendung bei Michel Rudin, Geschäftsführer des Konsumentenforums nach, wie er die neuen Tarife einschätzt und was für Massnahmen geplant sind.

    Simon Thiriet

  • Billettautomaten ab Juni einfacher zu bedienen

    Diesen Juni schaltet die SBB bei den bestehenden rund 1400 Automaten eine neue Software-Version auf. Die Bedienung der Automaten hat immer wieder für Ärger gesorgt. Nun sollen die Kunden jedoch einfacher und schneller zu einem Billett kommen.

    Nach Eingabe des Zielorts würden den Kunden nun direkt jene Angebote angezeigt, welche für die Verbindung und die Destination relevant seien, sagt SBB-Sprecher Christian Ginsig. So können zum Beispiel auch Verbundbillette gelöst werden und neu wird auch die Anzahl Zonen in Verkehrsverbünden angezeigt. Auch Angebote für Eintritte in Museen oder Zoos am Zielort können eingeblendet werden.

    Nicole Roos