Die Reise des Trinkwassers

Rund 160 Liter Wasser pro Tag verbraucht der Schweizer Konsument im Durchschnitt. Damit Tag für Tag sauberes Trinkwasser aus dem Wasserhahn sprudelt, braucht es eine riesige Infrastruktur.

Für die Reportage über die Wasserversorgung Zürich ist der Konsumfahnder 125 Meter unter Boden abgetaucht. In riesigen Wasserreservoirs lagern zehntausende Kubikmeter Trinkwasser.


Sauberes Wasser oder nicht?
Ob in den Ferien oder beim Wandern: Verunreinigtes Wasser gibt es überall. Trinkwasserspezialist Thomas Egli vom Wasserforschungsinstitut Eawag gibt Tipps und Tricks im Umgang mit Wasser.

 

Beiträge

  • Die Reise des Trinkwassers

    Der «Konsumfahnder» steigt 125 Meter unter den Boden und zeigt, woher das Trinkwasser der Stadt Zürich kommt und was alles passiert, bis es sauber und trinkbar aus dem  Wasserhahn sprudelt.

    Wasser ist nicht gleich Wasser. Je nach Region und Art der Gewinnung zahlt der Konsument einen unterschiedlichen Preis: Mit rund 0.1 Rappen pro Liter am günstigsten ist Grund- und Quellwasser. Teurer ist das aufbereitete Seewasser mit 0.25 Rappen pro Liter. In Regionen der Schweiz, wo das Wasser aufwändig angepumpt werden muss, kann der Liter aber bis zu einem Rappen kosten.

    Um Keime und Bakterien abzutöten, wird das Wasser mit Ozon behandelt. Die Reservoire werden während des Tages fast geleert und während Nacht wieder aufgefüllt. «Hochsaison» hat das Wasser immer am Morgen zwischen fünf und acht Uhr. Grossanlässe wie die EM2008 lassen sich am Pegelstand im Wasserreservoir quasi 'live' mitverfolgen.

    Yvonne Hafner

  • Tipps und Tricks rund ums Wasser

    Die Trinkwasserqualität ist in der Schweiz im Allgemeinen hervorragend, auch in Brunnen und Bächen. Doch Vorsicht beim Wandern in den Alpen: Wenn in der Umgebung Vieh weidet, sollte man eher darauf verzichten, Wasser aus Brunnen und Bächen zu trinken.

    Wer in den Ferien im Ausland Wasser in Flaschen kauft, sollte darauf achten, dass die Flasche richtig versiegelt ist.

    Das Wasserforschungsinstitut EAWAG hat einen «Trick» erfunden, wie Keime im Wasser auf ganz einfache Art abgetötet werden können. Dazu muss man das Wasser in einer Pet- oder Glasflasche während 6 Stunden an die Sonne legen. Eine zuverlässigere Alterntive zur Wassersäuberung sind jedoch Entkeimungs-Tabletten oder Wasserfilter.

    Yvonne Hafner