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Legende: Video Elektro-Trotti im Test: Nicht alle dürfen auf die Strasse abspielen. Laufzeit 06:05 Minuten.
Aus Kassensturz vom 16.04.2019.
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Kassensturz-Tests Drei E-Trotti dürfen nicht auf die Strasse

«Kassensturz» liess sieben Modelle testen. Drei davon sind nicht einmal verkehrstauglich. Nur zwei Roller überzeugten.

Die sieben Elektro-Trottinette im Test kann man in der Schweiz problemlos kaufen. Umso erstaunlicher die Erkenntnis: Drei der sieben Modelle dürfen auf öffentlichem Grund gar nicht gefahren werden. Sie verstossen gegen das Gesetz.

Bei den Modellen der Marken Soflow und Razor fehlt ein Licht. Zur Ausrüstung gehört aber zwingend ein fest montiertes Vorder- und Rücklicht. So will es das Gesetz. Wer eines der beiden Trotti fahren will, muss es also erst aufrüsten.

Kein Licht, und auch sonst nicht überzeugend

Razor E200 hat auch in den Tests mit Abstand am schlechtesten abgeschnitten. Es habe diverse Nachteile, sagt Tester und TCS-Experte Jürg Reinhard: «Man kann das Trottinett nicht zusammenklappen. Es ist sehr rucklig beim Gas geben, und die Bremsen sind sehr schlecht.»

Es ist auch kraft- und saftlos, deshalb nur für leichte Personen geeignet und es kratzt schon in der kleinsten Kurve am Boden. Das ist gefährlich, denn man kann deswegen stürzen.

Testabelle

Testabelle

Hier geht es zu den detaillierten Testresultaten.

Unbrauchbar, weil zu schnell

Soflow Flowboard bekommt die zweitschlechteste Punktzahl, ist aber ganz passabel. Es schwächelt aber auch am Berg und hat eine geringe Reichweite.

Den Vogel schiesst E-Twow Booster S+ ab. Das teuerste Trotti fährt nämlich zu schnell: gemäss Deklaration bis 30 km/h, im Test waren es 27. Und es kostet erst noch 1100 Franken. Auch bei gedrosselter Maximalgeschwindigkeit ist der Gebrauch dieses Gefährts verboten. Ausser zu Hause auf dem eigenen Vorplatz. Oder anderen privaten Grundstücken. Deshalb vergibt «Kassensturz» dem zu schnellen Flitzer schon gar keine Punkte.

Der Schweizer Vertrieb von E-Twow schreibt, das Trotti könne plombiert gekauft werden. Es fahre dann max. 20 km/h und könne nur mit einem mechanischen Eingriff umgestellt werden. Das «Kassensturz»-Testmodell war jedoch nicht plombiert.

So wurde getestet

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Der TCS prüfte im Auftrag von «Kassensturz» und dessen Pendent «A Bon Entendeur» vom Westschweizer Fernsehen sieben Trottinette auf Herz und Nieren. Wie sind Reichweite, Motorleistung, Höchstgeschwindigkeit, Ladedauer? Wie lang sind die Bremswege im Vergleich unter kontrollierten Bedingungen? Und kann man am Berg anfahren?

Auf der TCS-Fahrtrainings-Strecke in Derendingen prüfte ein Team die Fahrzeuge in einem Praxistest: Newride-Vorstandsmitglied Heidi Hofmann, Elektrofahrzeugbauer Tobias Wülser von Designwerk, Toni Keller und Prüfleiter Jürg Reinhard vom TCS sowie zwei Trottinett-Sportler und -Kursleiter aus der Romandie.

Zwei Prachtstrotti

Das Micro Condor X3 ist Testsieger mit 79 von 100 möglichen Punkten: Qualität top, die besten Bremsen im Vergleich, auch Fahrkomfort und Handling überzeugen. Mit knapp 1000 Franken ist es das zweitteuerste Vehikel im Test.

Nur ein Pünktchen weniger schaffte Segway Nineboot ES1. Der deutlich günstigere Preis macht dieses Trottinett zum Preis-Leistungssieger. Gute Bremsen, überzeugend im Fahrkomfort und Handling und einfacher Faltmechanismus.

Elektro-Trottinette: Das steht im Gesetz

  • Elektro-Trottinette gehören in die Kategorie der Mofas.
  • Erlaubte Höchstgeschwindigkeit: max. 20 km/h
  • Antriebsleistung: max. 500 Watt
  • Obligatorisch: Beleuchtung vorne und hinten fix montiert
  • Kontrollschild: nicht nötig
  • Es gelten die Verkehrsregeln wie für Fahrräder
  • Helmtragen: nicht erforderlich, wird aber empfohlen
  • Mit Führerausweis ab 14 Jahren, Kategorie M möglich, ab 16 Jahren kein Ausweis erforderlich

Den Testsieg vergab Segway Nineboot ES1 mit der Materialqualität: Es ist aus Kunststoff und mit Bestimmtheit weniger dauerhaft als das Modell von Micro. Die Modelle von Micro und Segway schrammten nur haarscharf am Gesamturteil «sehr gut» vorbei.

Gesamturteil gut

Noch knapp gut, aber mit deutlich weniger Punkten, waren die Elektro-Trottinette Streetmotion Tech2 und V-Max R20. Mit V-Max fuhren die Tester mehr als 20 Kilometer mit einer vollen Akkuladung. Das ist aussergewöhnlich weit.

2 Kommentare

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