E-Banking: Tippfehler mit Folgen

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  • E-Banking: Tippfehler mit Folgen

    «Espresso»-Hörer Francis Löffler hat sich vertippt - und seine Krankenkassenprämie auf ein falsches Konto überwiesen. Nach einigem hin und her zeigte sich die Postfinance kulant. Ansonsten hätte Herr Löffler das Geld wahrscheinlich nie wieder gesehen.

    Wenn eine Kontonummer existiert, wird die elektronische Zahlung meist auch vorgenommen. Die zuständigen Finanzinstitute müssen den im E-Banking erfassten Namen nicht zwingend mit der Kontonummer abgleichen. Auch eine korrekt erfasste Referenznummer bietet keine Sicherheit.

    Alleine bei der Postfinance gibt es pro Monat fünf bis zehn solcher Fehlüberweisungen. In den meisten Fällen lässt sich der Fehler nachträglich ausbügeln. Will der falsche Empfänger das Geld aber nicht wieder hergeben, bleibt dem Auftraggeber der fehlgeleiteten Zahlung nur der Rechtsweg.

    Matthias Schmid

  • Putzfrau krankgeschrieben: Muss ich den Lohn weiter zahlen?

    «Espresso»-Hörerin Gerda Künzi aus Weiningen im Kanton Zürich beschäftigt seit mehreren Jahren eine Putzfrau. Diese ist nun schwanger und ist vom Arzt für ein paar Wochen krankgeschrieben worden. Frau Künzi fragt, ob sie der Putzfrau in dieser Zeit den vollen Lohn weiter zahlen muss.

    Laut Rechtsexpertin Doris Slongo ist Frau Künzi als Arbeitgeberin verpflichtet, den Lohn eine gewisse Zeit weiter zu bezahlen. Dabei kommt es darauf an, wie lange die Putzfrau bei ihr angestellt ist.

    Wenn man eine Putzfrau anstellt, gilt automatisch der kantonale Normalarbeitsvertrag für Hausangestellte. Dadurch muss der Arbeitgeber in der Regel den Lohn länger zahlen, wenn die Putzfrau krankgeschrieben ist, als dies normalerweise gemäss Obligationenrecht vorgeschrieben wäre. Ausserdem muss eine Taggeldversicherung abgeschlossen werden.

    Matthias Schmid