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Geld Enorme Gebühren-Unterschiede bei Kreditkarten

Die Kreditkarten-Herausgeber haben seit letzten Sommer viele Gebühren erhöht. Ein aktueller Vergleich der Kosten zeigt: Wer für seine Bedürfnisse die richtige Karte wählt, kann jährlich mehrere hundert Franken sparen.

Legende: Audio Kreditkarten-Vergleich abspielen.
2:34 min, aus Espresso vom 07.07.2016.

Seit 1. Juli dürfen Kreditkarten-Herausgeber nur noch 12 statt wie bisher 15 Prozent Zinsen verlangen. Diesen Gewinn-Ausfall kompensieren die Anbieter offenbar mit höheren Gebühren.

«Mehrere Herausgeber haben zum Beispiel die Bearbeitungs-Gebühren für Fremdwährungen erhöht», sagt Benjamin Manz vom Online-Vergleichsdienst moneyland.ch.

Gelegenheitsnutzer: 1700 Franken Sparpotential

Das Vergleichsportal hat die Gebühren von 170 Kredit- und Prepaidkarten verglichen und enorme Unterschiede festgestellt. «Für Gelegenheitsnutzer beträgt der Unterschied zwischen der günstigsten und der teuersten Kreditkarte für zwei Jahre mehr als 1700 Franken», so Manz gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso».

Die Kosten wurden auf zwei Jahre berechnet, weil im ersten Jahr für viele Karten Spezialrabatte gelten, die danach wegfallen.

Migros und Coop-Karten im Vergleich günstig

Sieger des Vergleichs für Gelegenheitsnutzer ist die Migros Cumulus-MasterCard. Sie kostet in zwei Jahren rund 27 Franken. Auf Platz zwei liegt die Coop Supercard Plus mit Kosten von rund 48 Franken.

Noch grösser ist das Sparpotential für Vielnutzer. Hier beträgt die Differenz der Kosten über 1900 Franken. Die günstigste Karte im Vergleich ist die MasterCard Gold von TCS. Sie kostet (inklusive TCS-Jahresgebühr) für zwei Jahre 360.10 Franken.

Service-Leistungen nicht berücksichtigt

Verglichen wurden allerdings nur die Kosten der Gebühren. Nicht aber die Zusatzleistungen. Hier gelte die Faustregel: je günstiger die Karte, desto weniger Service-Leistungen. «Wenn Ihnen Versicherungsleistungen, Flugmeilen oder Spezialrabatte wichtig sind, sollten Sie auch die Leistungen vergleichen und nicht nur die Kosten», so Manz.

Irrtum günstige Prepaid-Karten

Moneyland.ch hat auch die Kosten von sogenannte Prepaid-«Kreditkarten» verglichen. Das sind streng genommen gar keine Kreditkarten, weil damit nicht auf Kredit gezahlt werden kann.

Kunden müssen vor der Nutzung ein Guthaben auf die Karte laden. Es sei ein oft gehörter Irrtum, dass Prepaid-Karten günstiger seien, sagt Benjamin Manz: «Für jedes berechnete Kundenprofil haben wir eine Kreditkarte gefunden, die günstiger ist, als die günstigste Prepaid-Karte».

Der grosse Kreditkarten-Kostenvergleich

Quelle: moneyland.ch
GelegenheitsnutzerKartentypTotal 2 Jahre CHF
Migros Cumulus-MasterCardStandard26.95
Coop Supercardplus Visa / MasterCardStandard48.35



VielnutzerKartentypTotal 2 Jahre CHF
TCS MasterCard Gold*Gold360.15
Migros Cumulus-MasterCardStandard371.85



InlandnutzerKartentypTotal 2 Jahre CHF
Migros Cumulus-MasterCardStandard27.00
Coop Supercardplus Visa & MasterCardStandard46.20



AuslandnutzerKartentypTotal 2 Jahre CHF
Migros Cumulus-MasterCardStandard416.85
Migros Cumulus-MasterCard MyDesignStandard446.85

Quelle: moneyland.ch

Legende: Video Studiogespräch mit Benjamin Manz, Finanzexperte abspielen. Laufzeit 4:36 Minuten.
Aus Kassensturz vom 28.06.2016.

Der grosse Vergleich

Der grosse Vergleich

Die günstigste Kreditkarte für Vielnutzer, Gelegenheits-Nutzer, Inland- & Ausland- nutzer: Tabelle PDF

4 Kommentare

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  • Kommentar von Lagun Besero (Lagun)
    Bei der DKB geht es, sofern man ein modernes Handy besitzt. 1. Online Formular ausfüllen und absenden. 2. Identifikation geschieht via eine App namens WebIDent die man installieren muss. Diese erstellt eine Videoverbindung zu einem Call-Center Mitarbeiter bei welchem man sich ausweist. Auf der Webseite gibt es eine genaue Anleitung dazu. Gerade eben gemacht (Achtung: Für Schweizer bei Geburtsort Bürgerort eingeben). Geht in weniger als einer halben Stunde.
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  • Kommentar von Chris L., SG
    2 ) Aber dann muss man sich bei einer deutschen Poststelle identifizieren (POSTIDENT). Ich habe es in Konstanz versucht. Als ich meinen Schweizer Pass vorlegte, heiss es, für Schweizer dürfe sie die Identifikation nicht durchführen. Im Pass stehe anstelle des Geburtsortes der Bürgerort drin. Die Frage, ob z.B. ein nicht-EU-Pass wo der Geburtsort drin steht, akzeptiert würde, bejahte die Postangestellte nach Rücksprache. Endstation. Oder weiss jemand wie es sonst noch gehen könnte?
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  • Kommentar von Chris L., SG
    1 ) Man liest immer wieder, dass man bei den deutschen «Online»-Banken DKB oder DiBa sehr günstige Dienstleistungen bekommt. Habe es kürzlich bei der DiBa versucht. Man muss beim Ausfüllen des Online-Antrag-Formulars schon recht locker mit der Wahrheit umgehen. Sonst ist eh schon fertig. Dann braucht man eine deutsche Postadresse wo die Kreditkarte und weitere Unterlagen für das Onlinebanking zugesandt werden können. Ist noch machbar mit den Lieferadressen z.B. in Konstanz. ---> 2)
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