Fahrzeugprüfung auf dem Prüfstand

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  • Fahrzeugprüfung auf dem Prüfstand

    Autos und Motorräder müssen in Zukunft möglicherweise weniger häufig vorgeführt werden: Die zuständigen Ämter überprüfen derzeit die aktuellen Prüfungsrhythmen.

    Einige Kantone halten sich schon heute nicht mehr an die Bestimmung, wonach Fahrzeuge nach 4 Jahren amtlich geprüft werden müssen.

    In verschiedenen Kantonen mögen die Prüfstellen nicht Schritt halten mit dem Anstieg der Fahrzeugzahlen. Zum Beispiel im Kanton St. Gallen, wo die Prüfung bei rund 105'000 Fahrzeugen überfällig ist. Hier hat die Zahl der Fahrzeuge in 10 Jahren um 22 Prozent zugenommen, der Kanton hat die Prüfkapazität aber nicht entsprechend angepasst. Die Folge: Autos und Motorräder werden nicht wie vorgeschrieben nach 4 Jahren erstmals zur Fahrzeugprüfung aufgeboten, sondern erst nach 5 Jahren. Genau so funktioniert es auch in den Kantonen Bern, Aargau und Zug, wie eine Umfrage des Konsummagazins «Espresso» von DRS 1 zeigt. Im Kanton Graubünden findet die erste Kontrolle sogar erst nach 7 Jahren statt - nach der Verordnung des Bundes wäre dann bereits die zweite Kontrolle fällig.

    Tobias Fischer

  • Kaffeefahrten: Lockbriefe noch mehr verschleiert

    Seit dem 1. April 2012 sind Gewinnversprechen, die an eine Werbefahrt gekoppelt sind, gesetzlich verboten. Dennoch flattern weiter einschlägige Einladungsbriefe in die Haushalte. Einer der aufdringlichsten Kaffeefahrten-Anbieter ist die «Vilsana Product AG».

    Sie hat in ihren Briefen einige Formulierungen angepasst. So will sie sich dem Zugriff des verschärften Gesetzes entziehen.

    Zwar heisst es noch immer «Anmeldung zur Gewinnübergabe» und «Auf Sie fiel der 3. Preis.» Statt von der Auszahlung des Gewinns ist aber beispielsweise nur noch von einer «Losübergabe» die Rede. Und statt «Rubellosgewinner» ist der Adressat nur noch «Rubellosempfänger». Zwei von «Espresso» angefragte Rechtsexperten vermuten dahinter die Absicht, statt eines Gewinnversprechens nur noch die Chance auf einen Gewinn in Aussicht zu stellen.

    Martina Schnyder / Oliver Fueter