Grosser Ärger wegen kleiner Verkehrsbusse im Ausland

Wer im Ausland eine Busse kassiert, tut gut daran, diese gleich zu bezahlen. Denn so erspart man sich Ärger mit aggressiven Inkassobüros.

Immer wieder melden Hörerinnen und Hörer bei der SRF-Konsumredaktion, dass sie wegen einer kleinen Parkbusse im Ausland von Inkassobüros horrend hohe Forderungen erhalten. Zum Beispiel weit über 200 Franken wegen einer 8-Euro-Busse in Ungarn oder fast 400 Franken wegen einer mickrigen Parkbusse in Serbien.

Mit Behörden vor Ort eine Lösung suchen

Um sich diesen Ärger zu ersparen, empfiehlt das Bundesamt für Polizei (Fedpol): Verkehrsbussen im Ausland soll man unbedingt bezahlen. Am besten gleich vor Ort. Ist dies aus irgendeinem Grund nicht möglich, rät das Fedpol, den direkten Kontakt zu jenen Behörden zu suchen, welche die Busse ausgestellt haben.

«Dort kann man sich auch erkundigen, wie die Busse ohne die zusätzliche Gebühr der Inkassofirma bezahlt werden könnte», sagt Fedpol-Sprecherin Sabine Zeilinger auf Anfrage. Ein Anruf vor Ort lohnt sich auch, wenn eine Inkassofirma beispielsweise eine Forderung an die falsche Adresse geschickt hat.

Wichtig sei, so Zeilinger, dass die Situation geklärt werde: «Sonst riskiert man unangenehme Folgen, wenn man später wieder in jenes Land zurückkehrt.» Zum Beispiel könnte man auf einer Fahndungsliste landen, oder das Land könnte einem säumigen Gebüssten die Einreise verweigern.

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