Ifolor: Schweizer Kunden zahlen massiv mehr

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  • Ifolor: Schweizer Kunden zahlen massiv mehr

    Wer bei Ifolor.ch ein Fotobuch bestellt, bezahlt bis zu 25 Prozent mehr als ein Kunde in Deutschland. Beide Bücher, ob für Deutschland oder für die Schweiz, werden in Kreuzlingen hergestellt. Schweizer wehren sich nun: «Wir werden gemolken!»

    Aufgefallen ist diese Preisdifferenz Ives Leutenegger. Er wollte seinem Vater nach einer Amerikareise ein Fotobuch schenken. «Ich erhielt Rabattgutscheine für eine Internetbestellung auf Ifolor.de. Als ich diese Preise mit den Schweizer Preisen verglich, staunte ich nicht schlecht. In der Schweiz kostete das Fotobuch 25 Prozent mehr.»

    Das Problem ist allerdings, dass Schweizer Kunden normalerweise gar nicht über die deutsche Internet-Seite bestellen können. Mit mehreren technischen Kniffs gelang es Leutenegger dennoch, auf der deutschen Seite zu bestellen. «Ich liess mir die Fotobücher an eine Adresse in Konstanz liefern und habe sie dann dort abgeholt», erzählt Leutenegger, «so habe ich massiv Kosten gespart.»

    Nicole Roos

  • Pilzsammler: «Es ist pure Gier!»

    Das Wetter ist perfekt für Pilze: Das feucht-warme Klima lässt vor allem Eierschwämme, aber auch Steinpilze in grosser Zahl aus dem Boden schiessen. Das nutzen viele Pilzsammler in grobem Stil. Experten fordern nun einheitliche Regeln zur Bekämpfung der Pilz-Hamsterei.

    «Es ist pure Gier. Gewisse Pilzsammler kommen in ein Fieber und können nicht mehr aufhören», sagt Liliane Theurillat, Präsidentin der Schweizerischen Vereinigung amtlicher Pilzkontroll-Organe. Wenn sie Pilz-Hamsterer auf ihr Fehlverhalten anspreche, würden diese oft uneinsichtig und frech reagieren: «Das geht Sie doch nichts an!» Liliane Theurillat sieht zwei Möglichkeiten, wie gegen diese Pilzsammel-Gier vorgegangen werden kann: Gezielte Kontrollen und eine Vereinheitlichung der Pilzsammelverordnung in der Schweiz.

    Magnus Renggli

  • Muss die Autoversicherung wirklich nicht zahlen?

    «Espresso»-Hörer Reto Baumann aus Trubschachen (BE) ärgert sich über seine Versicherung. Beim Parkieren touchierte er versehentlich den Wagen seines Vaters. Reto Baumann meldete das Missgeschick seiner Versicherung. Der Schaden werde übernommen, beschied ihm die Mitarbeiterin am Telefon.

    Unterdessen ist das Auto repariert. Doch plötzlich will die Versicherung nicht zahlen. Schäden von Verwandten seien nicht versichert. «Muss ich das akzeptieren?», schreibt Reto Baumann.

    Reto Baumanns Motorhaftpflichtversicherung verweist auf die Allgemeinen Versicherungsbestimmungen zur Police. Dort steht: «Nicht versichert sind Ansprüche aus Sachschäden des Halters, seines Ehegatten oder eingetragenen Partners, seiner Verwandten in auf- und absteigender Linie und seiner mit ihm im gemeinsamen Haushalt lebenden Geschwister». Juristen verstehen unter Verwandten in auf- und absteigender Linie Eltern und Kinder. Will heissen: Die Versicherung muss nicht zahlen, wenn Reto Baumann das Auto seines Vater beschädigt.

    Gabriela Baumgartner / Matthias Schmid