«Impfen macht auch jetzt noch Sinn!»

Die Grippewelle ist in dieser Saison besonders früh gekommen. Beim Bundesamt für Gesundheit geht man davon aus, dass die Zahl der Erkrankungen in den nächsten vier Wochen weiter zunehmen wird. Wer sich noch nicht hat impfen lassen, kann auch jetzt noch einen Impfschutz vornehmen.

«Obwohl die Grippesaison bereits ihrem Höhepunkt zustrebt, ist es für eine Impfung noch nicht zu spät.» Das sagt Christoph Berger, Infektiologe am Kinderspital in Zürich. Er relativiert damit eine Aussage von Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit in Bern. Koch hatte auf Radio SRF 1 erklärt, für eine Impfung sei es bereits zu spät.

Impfschutz erst nach zwei Wochen gewährleistet

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Radio-Tipp:

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Den Beitrag dazu gibt's am Freitag um 08.10 Uhr auf Radio SRF 1.

Impfexperte Christoph Berger meint gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso», der Impfschutz sei erst zwei Wochen nach einer Impfung gewährleistet. Bis dann könne man trotz Impfung noch krank werden. Entweder sei der Impfschutz oder die Grippe schneller. Wichtig sei auch eine gute Hygiene und konsequentes Händewaschen.

Genügend Impfstoff vorhanden

Gemäss Christoph Berger steht in den Arztpraxen und Apotheken noch genügend wirksamer Impfstoff zur Verfügung. Es lohne sich aber, vor einem Apotheken- oder Arztbesuch telefonisch nachzufragen. Zudem weist Berger darauf hin, dass eine Grippeimpfung keine Grippe-Erkrankung auslöse. Und am besten es immer noch, die Grippe-Impfung im Spätherbst vornehmen zu lassen. Der Impfschutz ist vier bis sechs Monate lang gewährleistet.

Grippewelle hat die Schweiz fest im Griff

Die Grippefälle haben in den letzten Wochen zugenommen. In allen Landesteilen der Schweiz ist die Grippe weit verbreitet, schreibt das Bundesamt für Gesundheit.
Zwischen Weihnachten und Neujahr waren von 100'000 Einwohnern 201 Personen an Grippe erkrankt. Eine Woche zuvor hatte das Bundesamt noch 153 Verdachtsfälle gemeldet.
Das ist erst die erste Hälfte der Grippewelle. Der Schwellenwert von 64 Verdachtsfällen auf 100'000 Einwohner, bei welchem von einer Grippeepidemie die Rede ist, wurde bereits eine Woche vor Weihnachten überschritten. Das ist viel früher als in vergangenen Jahren.

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