Konsumentenschützer zeigen 22 Firmen an

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  • Konsumentenschützer zeigen 22 Firmen an

    Wegen unlauteren Geschäftspraktiken sind bei der Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen über 2000 Beschwerden eingegangen. Die Organisationen reichen nun gegen 22 Unternehmen Anzeigen ein. Im Visier sind auch grosse Krankenkassen.

    Den Krankenversicherern Groupe Mutuel und Visana werfen die Konsumentenschutz-Organisationen die Missachtung des Sterneintrags im Telefonbuch vor. Das heisst: Leute, die ausdrücklich keine Werbeanrufe wünschten, seien trotzdem kontaktiert worden. Dies ist seit dem 1. April, seit dem Inkrafttreten des revidierten Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) strafbar. Beide Krankenversicherer verteidigen sich allerdings: Bei der Groupe Mutuel heisst es, 99 Prozent der kritisierten Anrufe stammten aus «wilden» Call-Centern im Ausland. Und ein Visana-Sprecher erklärt, die kontaktierten Personen hätten an einem Wettbewerb teilgenommen und damit ihr Einverständnis für einen Anruf gegeben.

    Nicole Roos

  • Kundenfeindliche Praxis bei Navi-Software

    Wer sein altes Navigationsgerät von Garmin durch ein neues ersetzt, kann die teure Software nicht einfach aufs neue Gerät übertragen. Diese Erfahrung musste eine «Espresso»-Hörerin machen, die Software für mehrere 100 Franken auf ihrem alten Navi hatte.

    Garmin teilte ihr mit, dass sie die Strassenkarten «City Navigator» fürs neue Navigationsgerät nochmals kaufen müsse.

    Die Kundin hatte Garmin angeboten, ihr altes Navigationsgerät zurückzugeben und so sicherzustellen, dass sie die Strassenkarten weiterhin nur auf einem Gerät benutzt. Garmin wies diesen Vorschlag jedoch zurück. Die Software-Lizenzen von Garmin seien nur auf ein bestimmtes Gerät bezogen und nicht auf den Kunden.

    Oliver Fueter

  • Mottenschaden am Teppich: Wieso bezahlt die Versicherung nicht?

    «Espresso»-Hörerin Stella-Ann Bühler hat im Wohnzimmer einen Teppich, der den ganzen Boden bedeckt. Gekostet hat der Teppich 2000 Franken. Nun haben Motten den Teppich zerfressen, er muss ersetzt werden. Die Hausratsversicherung weigert sich jedoch, den Schaden zu übernehmen.

    Laut Rechtsexpertin Doris Slongo muss Stella-Ann Bühler den Schaden selber übernehmen. Die Versicherung zahlt lediglich für Schäden wegen versicherten Ereignissen, zum Beispiel bei Einbruch oder wegen einem Wasserschaden. Versicherte Ereignisse sind in der Police und den Vertragsbedingungen aufgeführt. Der Mottenschaden an Stella-Ann Bühlers Teppich fällt nicht darunter. Deshalb muss die Versicherung auch nicht dafür bezahlen.

    Matthias Schmid