Mit Zucker gegen Schnee und Eis

Bei tiefen Temperaturen mischen die Werkhöfe aggressive chemische Zusätze ins Streusalz. Der Kanton Bern hat nun erfolgreich eine sanfte Alternative getestet: Zuckerrohr-Melasse.  

 


«Espresso»-Hörerin Marie-Anne Stucki hat telefonisch Gesundheitsschuhe aus einer Fernseh-Werbung bestellt. Statt der vereinbarten 75 Franken wurden ihrer Kreditkarte 150 Franken belastet. Dies wegen diverser Gebühren und zusätzlicher Artikel, die sie nicht bestellt hatte. Dies muss Frau Stucki nicht akzeptieren, sagt DRS-Rechtsexpertin Doris Slongo.

 Gesetze und Verordnungen: Die wichtigsten Änderungen per 2011
In den Bereichen Arbeit, Steuern aber auch Pflege gelten ab dem 1.1. neue Bestimmungen. «Espresso» sagt, was sich ändert und wer davon betroffen ist.

Beiträge

  • Mit Zucker gegen Schnee und Eis

    Herkömmliches Streusalz wirkt nur bei Temperaturen bis etwa minus fünf Grad. Sinkt das Thermometer weiter, müssen die Werkhöfe dem Salz Chemiezusätze beimischen. Diese belasten jedoch die Gesundheit der Arbeiter und verursachen bei den Autos Rost.

    Der Kanton Bern hat nun in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strassen (Astra) in zweijährigen Versuchen einen schonenden Alternativ-Zusatz zum Streusalz getestet: «Safcote», ein Zuckerprodukt, das bei der Verarbeitung von Rohrzucker anfällt.

    Die Zwischenbilanz ist laut Astra positiv: Die Zuckermelasse wirke im Streusalz ähnlich gut wie die herkömmlichen aggressiven Chemie-Zusätze, sei jedoch schonender für die Umwelt. Für eine breite Einführung von «Safecote» in der ganzen Schweiz brauche es aber noch weitere Studien.

    Felix Münger

  • Mehr verrechnet als abgemacht: Was kann ich tun?

    Nach einer Werbesendung am Fernsehen hat «Espresso»-Hörerin Marie-Anne Stucki telefonisch Gesundheitsschuhe im Wert von 75 Franken bestellt. Ohne dass ihr das bei der Bestellung gesagt wurde, kamen noch diverse Gebühren dazu.

    Ausserdem hat die Firma ungefragt Fussbalsam und Schuheinlagen beigelegt und verrechnet. Die Kreditkarte von Frau Stucki wurde statt mit 75 mit 150 Franken belastet. Laut DRS-Rechtsexpertin kann sich Frau Stucki wehren.

    Sie sollte so schnell wie möglich schriftlich bei der Verkaufsfirma reklamieren und eine korrekte Rechnung verlangen. Reagiert der Anbieter nicht oder weigert sich, die Rechnung zu korrigieren, kann sich Frau Stucki innert 30 Tagen nach Erhalt der Abrechnung an ihre Kreditkartenfirma wenden. Diese storniert den Betrag und nimmt zur Klärung selbst Kontakt mit der Verkaufsfirma auf.

    Matthias Schmid

  • Gesetze und Verordnungen: Die wichtigsten Änderungen per 2011

    Im neuen Jahren gelten in verschiedenen Bereichen neue Bestimmungen, auf die man achten sollte. Bei den Steuern kann man zum Beispiel neue Abzüge geltend machen.

    Im Bereich der beruflichen Vorsorge gibt es neu die Möglichkeit, auch nach der Pensionierung Beiträge an die Pensionskasse einzuzahlen falls man beruflich aktiv bleibt.

    Wichtig sind auch die Änderung im Zusammenhang mit der Pflegefinanzierung. Neu müssen die Krankenkassen nicht für die gesamten Kosten aufkommen, sondern es werden unter anderen auch die Betroffenen zur Kasse gebeten.

    Edith Gillmann