Offizieller Zügeltermin: Ein alter Zopf?

In den meisten Kantonen gelten der 31. März und der 30. September als «offizielle Zügeltermine». Warum das so ist und wer das festlegt, kann aber niemand genau sagen. Und auch nicht, ob Mieter und Vermieter davon profitieren oder nicht.

Einige Kantone haben deshalb die «offiziellen» Zügeltermine abgeschafft.

 

Darf der Kaminfeger ins Haus, wenn ich nicht da bin?

«Espresso»-Hörerin Edith Schöpfer bekommt drei Mal im Jahr Besuch vom Kaminfeger. Das letzte Mal war sie allerdings in den Ferien. Trotzdem gelangte der Kaminfeger ins Haus. Dies hätte er nicht tun dürfen, sagt Rechtsexpertin Doris Slongo. Da er die nötige Arbeit aber erledigt hat, muss Frau Schöpfer die Rechnung bezahlen.

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  • Offizieller Zügeltermin: Ein alter Zopf?

    Der 31. März und der 30. September gelten in den meisten Kantonen als «offizielle Zügeltermine». Warum das so ist, kann aber kaum jemand erklären. Die Termine gelten von jeher als «Gewohnheitsrecht».

    Deshalb könne man diese auch nicht einfach so abschaffen, sagt das Bundesamt für Wohnungswesen.

    Wem aber nützen die offiziellen Termine etwas? Auch das ist nicht klar. Der Hauseigentümerverband findet sie zwar nicht zwingend nötig, will sie aber auch nicht abschaffen.

    Beim Mieterverband sieht man sowohl Vor- wie auch Nachteile. So schränken die offiziellen Umzugstermine den Mieter zwar ein. Andererseits können in Kantonen, die solche Bestimmungen kennen, Mieterhöhungen auch nur auf diese Termine hin in Kraft gesetzt werden.

    Yvonne Hafner

  • Darf der Kaminfeger ins Haus, wenn ich nicht da bin?

    Seit Jahren bekommt «Espresso»-Hörerin Edith Schöpfer Besuch vom gleichen Kaminfeger. Den Besuch kündigt er jeweils ein paar Tage im Voraus an. Am letzten Termin war Edith Schöpfer jedoch in den Ferien. Trotzdem gelangte der Kaminfeger ins Haus, um dort seine Arbeit zu verrichten.

    Dies hätte er nicht tun dürfen, sagt Rechtsexpertin Doris Slongo. Die in Rechnung gestellte Arbeit muss Frau Schöpfer trotzdem bezahlen, da sie sowieso hätten erledigt werden müssen. Auch wenn der Kaminfeger seine Arbeit nicht hätte verrichten können, hätte Edith Schöpfer die Rechnung bezahlen müssen. Dies weil sich der Kaminfeger gewohnt war, eine Absage zu bekommen, wenn ein Termin nicht passt.

    Matthias Schmid