Orangen und Tomaten aus Sklavenhand?

Der Fall aus dem süditalienischen Rosarno hat es ans Licht gebracht: Früchte und Gemüse werden auch in Europa zum Teil unter ausbeuterischen Bedingungen produziert. Wie kontrollieren Grossverteiler ihre Zulieferer und was kann der Konsument tun?


Ein per Internet bestellter Scanner war von Beginn weg defekt. Das Gerät wird vom Händler zwar anstandslos ersetzt. Jedoch soll der Kunde die Portokosten für die Rücksendung des defekten Gerätes übernehmen. Das muss er aber nicht. Die Portokosten kann er von der Schlussrechnung abziehen.

Beiträge

  • Orangen und Tomaten aus Sklavenhand?

    Wer Wert auf Natürlichkeit legt, kauft Bio-Produkte. Viel schwieriger wird es für den Konsumenten, wenn er sicher sein möchte, dass ein Hersteller seine Angestellten fair behandelt. Entsprechende Labels existieren keine.

    Der Fall aus dem süditalienischen Rosarno hat es ans Licht gebracht: Früchte und Gemüse werden auch in Europa zum Teil unter ausbeuterischen Bedingungen produziert.

    Laut Aussagen der Grossverteiler Migros und Coop werden in ihren Geschäften nur Produkte von Zulieferen verkauft, die konkrete soziale Anforderungen erfüllen. Dabei stützen sich die Betriebe auf die Standards von «BSCI».

    Edith Gillmann

  • Garantiefall: Muss Kunde Portokosten übernehmen?

    «Espresso»-Hörer Werner Dähler hat per Internet einen Scanner bestellt. Das Gerät war von Anfang an defekt und wird daher vom Händler ersetzt. Dazu muss Werner Dähler das alte Gerät aber zurück schicken. Die Portokosten hierfür soll jedoch er übernehmen. «Ist das korrekt?», fragt er.

    Nein, sagt Rechtsexpertin Doris Slongo. Der Kunde kann ja nichts dafür, dass das Gerät defekt geliefert wurde. Die Portokosten kann Herr Dähler von der Schlussrechnung abziehen. Allerdings empfiehlt es sich, dies vorher in einem Brief an den Händler zu erklären.

    Flurin Maissen