Pensionskassen: Frauen-Rentenalter 65 durch die Hintertür

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  • Pensionskassen: Frauen-Rentenalter 65 durch die Hintertür

    Immer mehr Pensionskassen führen das Rentenalter 65 für Frauen ein. Das zeigt eine Umfrage der Sendung «Kassensturz» von SF1. Gemäss Gesetz dürfen Frauen mit 64 Jahren in Rente gehen. Die Pensionskassen haben jedoch Spielraum.

    Zum Pensionskassen-Rentenalter 65 für Frauen sagt Rechtsanwalt und Pensionskassen-Experte Martin Hubatka im Gespräch mit «Espresso»: «Das ist absolut legal.»

    Will eine Frau bei einer solchen Pensionskasse dennoch mit 64 in Pension gehen, muss sie eine gekürzte Rente in Kauf nehmen. Oder sie kann diese Lücke ausgleichen, wenn sie vor der Pensionierung höhere Arbeitnehmerbeiträge an die Pensionskasse leistet. Pensionskassen-Experte Hubatka empfiehlt, damit spätestens mit 50 zu beginnen, so dass die zusätzlichen Beiträge über mehrere Jahre verteilt werden können. Ansonsten wird es für die Versicherte meist ziemlich teuer.

    Oliver Fueter

  • Trennung der Eltern: Wer kann den Kinderabzug geltend machen?

    «Espresso»-Hörer Urs Nägeli und seine Frau haben sich getrennt. Sie haben eine vierjährige Tochter. Bei der Trennung haben die Eltern das gemeinsame Sorgerecht vereinbart.

    Die Tochter wohnt abwechselnd bei der Mutter und dem Vater - finanzielle Aufwendungen teilen beide Elternteile zu gleichen Teilen.

    Normalerweise kann derjenige Elternteil steuerlich profitieren, bei dem das Kind lebt. Wenn dieser Anteil gleich ist, kommt es darauf an, welches Elternteil die grösseren finanziellen Leistungen für das Kind trägt. Auch diese Anteile sind bei Nägelis gleich.

    Bei der Bundessteuer können in einer solchen Konstellation beide Elternteile den Kinderabzug je zur Hälfte geltend machen. Auf kantonaler Ebene ist das noch nicht möglich. Urs Nägeli und seine Frau leben im Kanton Nidwalden. Das dortige Steueramt hat sich entschieden, den Kinderabzug demjenigen Elternteil zuzusprechen, bei dem das Kind gemeldet ist. Im Fall der Nägelis ist das die Frau.

    Matthias Schmid

  • «Slope Track»: Das Handy warnt vor Tempo-Exzessen

    Schnell, schneller, Knochenbruch. Von den fast 70'000 Unfällen auf Schweizer Skipisten passieren viele im Temporausch. Eine Gratis-App für iPhone und Android-Geräte soll das verhindern helfen.

    Auf der Skipiste sind wir uns oft selbst der schlimmste Feind. Zum Beispiel, weil wir das eigene Fahrkönnen überschätzen, Dinge wie Reaktions- und Bremsweg dagegen unterschätzen. Letztere zum Beispiel betragen bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h gut 12 Meter. Eine Kollision bei der Geschwindigkeit käme einem Fall aus 10 Metern Höhe gleich.

    Eigenes Fahrvermögen besser einschätzen

    Mit der Gratis-App «Slope Track», die es neben einer Version fürs iPhone neu auch für Android-Geräte gibt, will die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva für mehr Tempo-Bewusstsein auf Schweizer Pisten sorgen. Die App misst auf der Piste die Geschwindigkeit und macht auf Gefahren aufmerksam. Das soll helfen, das eigene Fahrvermögen besser einzuschätzen und Unfälle zu vermeiden.

    Jürg Tschirren