Rückruf von künstlichen Hüftgelenken

In der Schweiz haben rund 20'000 Personen ein künstliches Hüftgelenk. Ende August hat die Herstellerfirma «DePuy» ihre Hüftgelenk-Prothesen der Marke ASR zurückgerufen. Rund 1'400 Implantate dieses Modells wurden in der Schweiz eingesetzt.

Betroffene Patienten werden von ihrem Arzt kontaktiert und zu einer Nachkontrolle und weiteren Tests aufgeboten. Solange keine Probleme auftreten, muss das Hüftgelenk trotz Rückruf nicht ersetzt werden.

Patienten-Information zum Hüftgelenk-Rückruf (PDF)

Der aktuelle Rückruf ist gemäss Schweizerischem Heilmittelinstitut Swissmedic kein Einzelfall: In den letzten sieben Jahren wurden insgesamt 10 Hüftprothesen von unterschiedlichen Herstellern zurückgerufen.

Künstliche Hüftgelenke werden bei Arthrose eingesetzt. Mit dem Implantat können Patienten in der Regel wieder schmerzfrei leben und auch in etwas eingechränktem Mass wieder Sport treiben, erklärt der Facharzt.

Dr. med. Dieter Räber, Facharzt für orthopädische Chirurgie beantwortet im Anschluss an die Sendung von 8.40 - 9.30 auf der Nummer 0848 434 434 auch Hörerfragen.

Autor/in: Yvonne Hafner, Moderation: Christian Zeugin