Sarg aus Karton: Nur lokal ein Erfolg

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  • Sarg aus Karton: Nur lokal ein Erfolg

    In Kreuzlingen (TG) macht man seit über zehn Jahren gute Erfahrungen mit Särgen aus Karton. Sie werden fast ebenso oft verwendet wie Holzsärge und kosten die Stadt nur halb so viel Geld. Schweizweit betrachtet, ist der Kartonsarg jedoch ein Nischenprodukt.

    Gegen die sogenannten Öko-Särge aus wiederverwertetem Karton sprechen laut Bestattern, Bestattungsämtern und Krematorien vor allem zwei Argumente: In erster Linie sei es pietätlos, einen Sarg aus Karton zu verwenden. Ausserdem werden technische Mängel ins Feld geführt.

    Bei den technischen Mängeln zeigt allerdings das Beispiel Kreuzlingen, dass ein Kartonsarg in der Praxis durchaus mit einem Holzsarg mithalten kann. Aber solange die Bevölkerung und die Bestatterbranche dem Kartonsarg skeptisch gegenüberstehen, wird sich an seinem Nischendasein auf absehbare Zeit nichts ändern.

    Rafael Zeier

  • Berufsporträt: Barkeeper

    Georg «Schösche» Manser ist Barkeeper mit Leib und Seele. Seit er vor 10 Jahren erstmals hinter einer Bar stand, kann er sich nichts mehr anderes vorstellen. Der 44-jährige gelernte Elektromechaniker arbeitet nun seit rund einem Jahr an der Bellini-Bar im Winterthurer Restaurant «National».

    Schösche Manser hat zwar einen Kurs an einer Barfachschule absolviert. Für die Arbeit hinter der Bar müsse man aber geboren sein. Der Umgang mit den Gästen sei dabei das A und O. «Eine Bar sollte wie ein Zuhause sei, als Gast muss man sich wohlfühlen», so das Motto des Winterthurer Barkeepers.

    Schösche Manser hat hinter der Bar seine Berufung gefunden. Ob mit oder ohne Alkohol, die Drinks kommen bei den Gästen sehr gut an. Irgendwann möchte Schösche Manser trotzdem eine eigene Bar eröffnen und schweren Herzens den Schüttelbecher weitergeben.

    Matthias Schmid