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Services Schlecht geschützte Whistleblower

Skandale, Korruption, Misswirtschaft. Oft wird dies dank Whistleblowern publik. Eine neue Meldeplattform bietet Schutz.

Wer einen Missstand an die Öffentlichkeit bringt, muss damit rechnen, dass er von seinem Arbeitgeber entlassen und strafrechtlich verfolgt wird. Und zwar unabhängig davon, ob er beim Staat oder in der Privatwirtschaft arbeitet. Das mussten bekannte Whistleblower wie Margrit Zopfi und Esther Wyler oder Rudolf Elmer erfahren.

SRF 3: Input Kompakt

Kritik von Menschenrechts-Organisationen

Elmer deckte ein mutmassliches Schema zur Steuerhinterziehung und zum Steuerbetrug auf. Zopfi und Wyler machten Misswirtschaft beim Sozialamt der Stadt Zürich publik. Doch sie mussten mit den persönlichen Konsequenzen leben. Denn die Schweiz kennt bis heute keinen Whistleblower-Schutz.

Die Schweiz steht darum schon seit längerem in der Kritik von Amnesty International, Link öffnet in einem neuen Fenster und Transparency International, Link öffnet in einem neuen Fenster. Seit 2003 läuft das gesetzgeberische Verfahren. Das Parlament schickte die Whistleblower-Vorlage 2015 zurück an den Bundesrat. Eine neue Vorlage soll irgendwann im Parlament behandelt werden.

Die bekanntesten Whistleblower der Schweiz:

Neue Plattform bietet Schutz

Heute gilt darum, was schon immer galt: Wer Missstände an die Öffentlichkeit bringt, tut gut daran, anonym zu bleiben. Nur Anonymität gewährt mangels rechtlicher Grundlagen Schutz.

Um auch im digitalen Zeitalter Inputgebern und Whistleblowern weiter den Schutz zu bieten, den sie verdienen, haben die SRF-Magazine «Rundschau» und «Kassensturz» heute eine Plattform in Betrieb genommen. Mit der SRF-Investigativ-Box können Informanten Meldungen anonym und sicher an die Redaktionen übermitteln. Mehr Informationen dazu finden Sie beim «Kassensturz» und bei der «Rundschau».

4 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Häfliger  (kurto1956)
    Es ist ein Mentalitätsproblem! Der/die CH-er/in ist angepasst, hat wenig Zivilcourage, ist träge und hat genug Geld, warum also dies ev. aufs Spiel setzen? Selbst das Wahlverhalten von 50% ist gegen die eigenen Interessen gerichtet!? Das soll mal einer verstehen. Die Welt lacht über unser Polit-System, welches in der Theorie fantastisch tönt in der Realität aber vom Geld der Machtgierigen gesteuert wird welche sich alles ohne Konsequenzen erlauben können! Eigentlich erbärmlich!
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  • Kommentar von Rudolf Elmer  (Rudolf Elmer)
    Die Schweiz kann sich keinen Whistleblower-Schutz im privaten Sektor erlauben, denn wir haben leider schon zu viel "Mist" in unseren Organisationen und Unternehmen. Whistleblowing muss zwingend vermieden werden und die Personen müssen auf die eine oder andere Art und Weise bestraft werden. Sicher ist, sie erleben den finanziellen, professionellen und sozialen Tod und dies, um andere truth tellers, conscientious objecter abzuschrecken. Unglaublich, war das ist die traurig Wahrheit!
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  • Kommentar von Tom Duran  (Tom Duran)
    Das Problem ist die mangelnde Solidarität im Volk. Die Mehrheit will ihre Ruhe und Probleme lieber in der Beiz im Alkohol ertränken. Oder dann gibt es den frustrierten Schlag, der schadenfreudig lacht, wenn ein mutiger Bürger aufsteht und sich wehrt um dann im Gefängnis zu landen. Was ist mit unserer "selber-Schuld" Fraktion? Die hilft auch nicht weiter. Kurz: es ist hoffnungslos in der Schweiz wirklich was bewegen zu wollen. Wir hätten es in der Hand, aber so klappt das sicher nicht.
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