Kassensturz sollte man absetzen können

Der Kassensturz ist die einzige Sendung, die konsequent an ihrer Absetzung arbeitet.

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Bildlegende: Ueli Schmezer SRF

Wir Kassenstürzer tun alles dafür, dass es uns nicht mehr braucht. Seit bald vier Jahrzehnten kämpfen wir gegen Gauner und Abzocker, gegen miese Tricks und falsche Versprechen. Und doch gibt es immer noch Gauner und Abzocker, miese Tricks und falsche Versprechen. Mit anderen Worten: Wir sind total erfolglos.
 
 Doch wir haben uns damit abgefunden. Weil wir wissen, dass es ohne Kassensturz noch schlimmer wäre: Hinter jedem Gauner, der auffliegt, ist ein neuer landebereit. Das Kleingedruckte wird immer kleiner, Tricks werden subtiler und neue Angebote noch unübersichtlicher und schwerer vergleichbar. Gleichzeitig wächst das Heer der PR-Fachleute und Lobbyisten, während kritische Medien mit abnehmenden Mitteln auskommen müssen. Dem bescheidenen Budget des Kassensturz stehen die Milliarden gegenüber, welche die Wirtschaft für die Beeinflussung der Konsumenten einsetzt. Dass unter solchen Rahmenbedingungen eine Institution wie der Kassensturz immer wichtiger wird, ist uns mehr als bewusst: Wer auf dieser Redaktion arbeitet, tut es nicht nur, weil Fernsehen machen Spass macht.
 
 Das gilt auch im neuen Jahr. Im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen kann ich Ihnen deshalb versichern: Wir werden auch im 2011 unermüdlich daran arbeiten, unsere Sendung überflüssig zu machen.
 
 Dienstag für Dienstag.