Rückenpanzer sind vor allem im Snowpark nötig

Alle Skifahrer und Snowboarder sollten einen Helm tragen, rät die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU). Der Rückenpanzer gehört für die BFU nicht zur Standardausrüstung auf der Piste. Er bringt vor allem mehr Schutz beim Schanzenspringen, in Snowparks und abseits der Piste.

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Ein Rückenpanzer schützt bei direkten Schlägen auf den Rücken oder bei Stürzen auf spitze Gegenstände, sagt Benedikt Heer, BFU-Berater Sport.

Keine Schutzwirkung habe ein Rückenprotektor dagegen bei axialen Schlägen: «Das sind Schläge in der Längsachse der Wirbelsäule, welche es bei Stürzen aufs Steissbein oder den Kopf gibt, bei denen die Wirbelsäule gestaucht wird.»

Empfehlung für Snowparks und Freerider

Auch wenn der Rücken bei einem Sturz richtig verdreht wird, bietet ein Rückenpanzer keinen zusätzlichen Schutz vor Verletzungen. Die empfindliche Halswirbelsäule schützt er nicht.

Deshalb empfiehlt die BFU laut Benedikt Heer einen Rückenpanzer – im Gegensatz zum Helm – nicht als Standardausrüstung für die Skipiste: «Dafür ist die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Sturz hat, bei dem er etwas nützt, zu klein.»

Natürlich könne aber jeder einen Rückenpanzer tragen, wenn er sich damit sicherer fühle. Wichtig sei dann einfach, dass er optimal angepasst sei.

In Snowparks und fürs Freeriden

Es gebe aber spezielle Gruppen von Ski- und Snowboardfahrern, für die ein Rückenschutz aus Sicht der Beratungsstelle für Unfallverhütung durchaus Sinn mache: «Die BFU empfiehlt Rückenprotektoren für Personen, die in Snowparks gehen oder Freerider», erklärt Berater Benedikt Heer.

Fährt jemand mit Skis oder dem Snowboard über Hindernisse und Schanzen oder abseits der Piste, kommen Verletzungen, vor denen ein Rückenpanzer schützt, häufiger vor.