Ski-Tageskarten erneut teurer

Skifahrer müssen sich auf höhere Preise für Tageskarten gefasst machen. Nachdem im letzten Jahr die meisten Skigebiete auf Preiserhöhungen verzichtet haben, zeigt ein «Espresso»-Vergleich von knapp 20 Skiregionen, dass die Bergbahnen wieder an der Preisschraube drehen.

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Knapp die Hälfte der angefragten Skigebiete geben an, dass sie die Tageskarten in der Wintersaison 2012/2013 teurer verkaufen werden. Einen happigen Aufschlag von 4.6 Prozent muss beispielsweise in Samnaun-Ischgl für eine Kinder-Tageskarte berappt werden. Diese kostet neu 34 Franken.

«Die Preise würden hauptsächlich vom österreichischen Partner in Ischgl bestimmt», rechtfertig sich Medienchef Niculin Meyer. «Sie werden in Euro berechnet und könnten in Schweizer Franken auch wieder billiger werden», erklärt er. Und die Preise seien im Vergleich für die grosse Anzahl an Pistenkilometern gerechtfertigt.

Preissenkungen sind machbar

Von den knapp 20 angefragten Skiregionen geben drei eine Preissenkung auf gewisse Abonnemente bekannt. In den Skigebieten Meiringen-Hasliberg BE und in Saas-Grund-Hohsaas VS senken die Seilbahnen den Preis der Tageskarten für Kinder um knapp 9 Prozent (genaue Angaben in der Tabelle unten).

Diese Reduktion wird allerdings mit einem Anstieg bei den Erwachsenen-Preisen ausgeglichen.Einzig die Betreiber der Skiregion Saas Fee senken die Preise sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Kindern. Beide Tageskarten werden 5.5 Prozent billiger (neu 69.00 bzw. 35.00 Franken).

Schwierige wirtschaftliche Situation

In vielen Skiorten schauen die Verantwortlichen «verhalten-optimistisch» auf die kommende Wintersaison. «Wir rechnen mit einer Saison auf Vorjahresniveau, kein Rekordresultat, jedoch eine gute Saison», sagt Peter Reinle von den Titlis Bergbahnen.

Die aktuelle wirtschaftliche Situation würde das Geschäft mit den Touristen aus dem Ausland weiterhin erschweren. Allerdings, so relativiert Melanie Keller von der Skiregion Laax, gelte die Schweiz schon seit längerem als teuer.

«Über den Preis kann die Schweiz keine neuen Gäste gewinnen.» Vielmehr müsse man die abholen, die bereit seien, für gute Qualität zu zahlen.