Zahlungsaufträge: Grosse Unterschiede bei den Bankgebühren

Zahlungsaufträge werden von Banken sehr unterschiedlich verrechnet: Die einen verlangen nichts, andere dafür zum Teil happige Gebühren. «Espresso» hat bei den grössten Finanzinstituten nachgefragt und sagt, welche Banken welche Gebühren verlangen.

Frau füllt ein Zahlungsformular aus Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vergütungsaufträge mit einem Deckblatt kosten bei einigen Banken. Keystone

Der altbewährte Zahlungsauftrag ist immer noch sehr beliebt. Hier schickt man die Einzahlungsscheine zusammen mit einem Deckblatt per Post an die Bank und diese führt die Zahlungen dann aus.

Fünfliber für handgeschriebenen Einzahlungsschein

Allerdings kostet das meistens – und manchmal nicht zu knapp. Das zeigt das Beispiel einer «Espresso»-Hörerin, die einen Einzahlungsschein von Hand ausgefüllt hatte. Dass man den Betrag von Hand einsetzen muss, kann immer wieder einmal vorkommen. Zum Beispiel bei Spenden, wo der Zahler selbst entscheidet, was er überweisen will. Die Hörerin musste aber deshalb gleich fünf Franken Gebühren bezahlen.

Die zuständige Bank Credit Suisse begründet diese Gebühr mit der «Fehleranfälligkeit». Handschriften seien oft schwer lesbar oder etwas werde falsch geschrieben. Dann müssten Mitarbeiter dies korrigieren und dies sei ein zusätzlicher Aufwand, findet die CS.

Doch wie handhaben dies andere Banken? «Espresso» hat bei den grössten Finanzinstituten nachgefragt und festgestellt: Gebühren für Zahlungsaufträge fallen sehr unterschiedlich aus.

Bankgebühren für Zahlungsaufträge - ein kurzer Einblick

BankGebühren für E-BankingGebühren für Vergütungsaufträgeper Post (mit Deckblatt)
Credit SuisseKeine Gebühren50 Rappen pro Einzahlungsschein(ab 15'000 Franken Kontensaldo kostenlos)Für handschriftlich ausgefüllte Scheine: 5 Franken
UBS30 Rappen pro Einzahlungsposten(ab 10'000 Franken Kontensaldo kostenlos)50 Rappen pro Einzahlungsschein(ab 10'000 Franken Kontensaldo kostenlos)
RaiffeisenKeine Gebühren12 Aufträge pro Jahr kostenlos,jeder weitere: 2 Franken
PostfinanceKeine GebührenKeine Gebühren
KantonalbankKeine GebührenJe nach Kanton unterschiedlich

Eine ausführliche Übersicht finden Sie in der Tabelle (siehe graue Box)

Die Umfrage hat gezeigt: E-Banking ist praktisch immer kostenlos. Lediglich die UBS verlangt pro Zahlung 30 Rappen, sofern der Kontensaldo unter 10‘000 Franken liegt.

Credit Suisse und UBS am teuersten

Zusammen mit Credit Suisse ist UBS auch am teuersten bei den Zahlungsaufträgen mit Deckblatt: Beide verlangen 50 Rappen pro Einzahlungsschein, sofern der Kontensaldo unter 10‘000 Franken (bei UBS) beziehungsweise 15‘000 Franken (bei CS) liegt. Am günstigsten kommen die Kunden bei Postfinance und einigen Kantonalbanken weg. Dort werden keine Gebühren verlangt. Die Raiffeisenbank und zwei Kantonalbanken aus der Umfrage wickeln zwölf Vergütungsaufträge pro Jahr kostenlos ab; jeder weitere kostet dann zwischen 2 und 4 Franken.

Was den Fall der «Espresso»-Hörerin betrifft: Mit Gebühren für von Hand ausgefüllte Einzahlungsscheine steht die Credit Suisse alleine auf weiter Flur: Kein anderes Institut verlangt für solche Zahlungsaufträge zusätzlich Geld. Grund genug für die Kundin, ihr Geld auf einer anderen Bank anzulegen. Sie hat mittlerweile bei einem anderen Institut ein Konto eröffnet.