Chirurg Meyer-Fürst darf nicht mehr operieren

Viele Frauen mussten leiden. Nun wird gehandelt: Die Gesundheits-Behörden des Kantons Zürich verbieten dem Schönheitschirurgen Peter Meyer-Fürst zu operieren. Doch der Entscheid ist erst provisorisch.

Endlich handeln die Behörden: Nach mehreren missratenen Brustoperationen verbieten die Gesundheits-Behörden des Kantons Zürich dem 78-jährigen Arzt zu operieren, wie der «Tages Anzeiger» heute berichtete.

Doch das Verbot ist nicht definitiv: Im Rahmen eines aufsichtrechlichen Verfahrens wird die «operative Täitgkeit vorsorglich untersagt», wie der Sprecher der Gesundheitsdirektion, Daniel Winter, «Kassensturz» bestätigte.

Meyer-Fürst ist aufgefordert, gegenüber den Behörden Stellung zu nehmen. Dies hat noch nicht statt gefunden, wie Daniel Winter sagt. Nach einer Frist wollen die Behörden im Rahmen des Verfahrens definitiv über eine Zulassung entscheiden.

«Kassensturz» berichtete mehrfach

Im Juni letzten Jahres liess sich die junge Frau von Meyer-Fürst operieren. Ein halbes Jahr später zeigt sie sich Professor Dirk Schaefer, Chefarzt für plastische Chirurgie am Universitätsspital Basel. «Das Ergebnis ist aus Patientensicht inakzeptabel», kritisiert der Experte.

«Es ist eine eklatante Entstellung einer jungen Frau, und sie wird für ihr Leben lang von diesem Eingriff gezeichnet sein und unter den Folgen leiden», sagt Schaefer. Ein solches Ergebnis entspreche nicht dem Facharztstandard für plastische Chirurgie. Zum «Kassensturz»-Artikel vom 21.01.15

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Pfusch bei Brust-OP: Schönheitschirurg verunstaltet Patientin

17 min, aus Kassensturz vom 20.1.2015