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Konsum Ärger über die Ricardo-Preiserhöhung

Seit einer Woche gelten die neuen Tarife bei Ricardo. Neu wird zwischen gewerblichen und privaten Verkäufern unterschieden. Private zahlen massiv höhere Abschlussgebühren als bisher. Das nervt viele Ricardo-Kunden, wie Kommentare auf der Konsumplattform von SRF zeigen.

Legende: Audio Ärger über die Ricardo-Preiserhöhung abspielen. Laufzeit 02:48 Minuten.
02:48 min, aus Espresso vom 08.07.2014.

Per 1. Juli verlangt Ricardo von allen privaten Verkäufern pauschal acht Prozent Abschlussgebühr. Das macht Artikel, die einen Erlös von weniger als 800 Franken bringen, zum Teil bis zu 50 Prozent teurer.

Das ärgert «Espresso»-Hörer Marc Hauser: «75 Prozent aller Angebote liegen im Preis von 1 bis 100 Franken.» Auch ein weiterer Hörer schätzt, dass Abschlüsse über 800 Franken eine Seltenheit seien: «Wahrscheinlich ist der Anteil höchstens im ganz tiefen einstelligen Bereich, wenn überhaupt. Die massive Erhöhung der Abschlussgebühren ist eine bodenlose Frechheit!»

Verkäufer steigen um

«Ricardo ist langsam vorbei. Die höheren Gebühren per 1. Juli werden das Angebot weiter reduzieren. Ich wickle alles über Gratisplattformen ab», kommentiert Roli Boli auf der Internetseite von SRF.

Bruno Erni schreibt: «Bin seit 12 Jahren auf Ricardo. Es wird tatsächlich immer uninteressanter etwas auf Ricardo zu verkaufen. Wenn ich etwas zu verkaufen habe, geschieht das über Gratisinserate-Plattformen.»

Peter Escher gibt allerdings zu bedenken, dass es auf diesen Gratisinserate-Seiten viele unseriöse Käufer gebe.

Ein Pluspunkt von Ricardo sei das Bewertungssystem. Dort können Käufer und Verkäufer einander benoten. Klappt beim Kauf oder Verkauf alles wie am Schnürchen, gibt es eine positive Bewertung. Das gibt Verkäufern und Käufern eine gewisse Sicherheit und erschwert es Betrügern Opfer zu finden.

Mike Brunner: «Gerade die Bewertung hat es ausgemacht, bei Gratisanzeigen hat man diese Sicherheit nicht. Auf Ebay wechseln ist auch eine Möglichkeit, aber dann beginnt man bei den Bewertungen wieder bei null. Man kann nur hoffen, dass Ricardo vernünftig wird, die Umsätze schmelzen und dann die Gebühren wieder nach unten angepasst werden.»

13 Kommentare

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  • Kommentar von M. Schaerz, Boswil
    Die zweite Gebührenerhöhung innerhalb eines Jahres ist eine absolute Frechheit. Ricardo begründet diese durch teure angeblich verkaufsfördernde Massnahmen. Verschweigt aber rigoros, dass sich massive technische Mängel seit August 2013 häufen die direkten negativen Einfluss auf den Verkauf haben. Würde man diese und die tatsächlich rückgängigen Verkaufszahlend en angeblichen "Verbesserungen" gegenüberstellen, müssten die Gebühren eigentlich gesenkt werden.
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  • Kommentar von Bruno Wermelinger, Luzern
    Ja, Ja es war einmal eine tolle Plattform, die sich Ricardo nannte. Nun will man aber die privaten Anbieter nicht mehr. Und will diese los werden. Den Mut aber das auch zu sagen habe die Verantwortlichen nicht. Man hebt einfach die Gebühren in astronomische Höhen an, damit die Privaten von selber gehen. Mir hat Ricardo lapidar empfohlen zu gehen (Kündigen) wenn es mir nicht mehr passt. Typischer Zynismus eines Monopolisten. Ja, Ja es war einmal eine tolle Plattform, die sich Ricardo nannte.
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  • Kommentar von Thomas Habegger, Zürich
    Früher war Ricardo genial. Die gewerblichen Profiverkäufer wollen die Privatverkäufer verdrängen und dies ist denen auch geglückt. Ricardo unterstützt die Gewerblichen, weil mit denen einen viel grösseren Umsatz möglich ist. Diese Erfahrung habe ich gemacht. Ausserdem hat es auf Ricardo immer mehr unseriöse Kunden, die das Gefühl haben, den Preis nach der Auktion noch nach unten drücken zu können. Für mich ist Ricardo gestorben. Ich gehe auf Flohmärkte und verkaufe dort meine Sachen.
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