Deklarationspflicht für Fische: Gut, aber…

In Zukunft soll bei Fischen ersichtlich sein, woher sie stammen. Dies hat nach dem Nationalrat auch der Ständerat entschieden. Damit müssen Restaurants und Händler analog zum Fleisch die Herkunft deklarieren. Diese Information alleine bringt dem Konsumenten allerdings wenig.

Frische Fische auf Eis in einer Auslage Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Künftig sollen Konsumenten wissen, wo die angebotenen Fische geschwommen sind. Colourbox

«Grundsätzlich begrüsst der WWF mehr Transparenz auf dem Markt», sagt Mariann Breu dem Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF1. Die Herkunft eines Fisches kann dabei eine Orientierungshilfe für den Konsumenten sein.

Die Herkunftsbezeichnung gibt jedoch keinerlei Informationen über die Art der Zucht oder die Fangmethode. Diese Faktoren sind entscheidend dafür, wie nachhaltig oder tierschutzgerecht der gekaufte Fisch ist.

Der Bundesrat muss nun entscheiden, ob er in die Verordnung neben der reinen Herkunft auch Produktions- und Fangmethoden aufnehmen will. Der Widerstand aus der Branche ist jedoch gross, solche Angaben seien zu aufwändig und kompliziert.

Mehr Informationen im Ratgeber

Immerhin: Mit der Information über Art und Herkunft eines Fisches kann man sich als Konsument dank Einkaufsratgebern von WWF und Greenpeace informieren.

Eine Seezunge aus europäischer Zucht ist beispielsweise laut dem WWF-Ratgeber empfehlenswert, eine Seezunge, welche in der Irischen See gefangen wurde, jedoch nicht.

Mariann Breu sagt, Labels seien jedoch sowieso aussagekräftiger als die Herkunftsbezeichnung. «Bei Fisch aus Wildfang empfehlen wir das Label MSC, Zuchtfisch sollte Bio-zertifiziert sein.»

Einheimische Seefische wie z.B. Felchen, Egli oder Saibling seien auch empfehlenswert. Grundsätzlich sollte man Fisch jedoch als Delikatesse konsumieren und nicht täglich essen.

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