Fleischherkunft: Ein Code verrät den Hersteller

Viele Konsumenten wollen genau wissen, woher Fleisch kommt. Dabei hilft ein unscheinbarer Code auf der Etikette – ein Kennzeichen, mit dem Hersteller von Fleisch, Fisch oder Milchprodukten aufgespürt werden können.

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Bildlegende: Code verrät den Hersteller SRF

Jedem Code ist ein Betrieb zugeordnet Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Jedem Code ist ein Betrieb zugeordnet SRF

Hersteller müssen auf alle Lebensmittel tierischer Herkunft gemäss Gesetz ein Identitäts-Kennzeichen drucken. Zwei Buchstaben und einige Nummern in einem ovalen Kreis – so sieht das unscheinbare Symbol aus.

Die Buchstaben verraten, in welchem Land der Hersteller zu finden ist: CH für die Schweiz, DE für Deutschland, IT für Italien. Mit der Ziffernfolge kann der Kunde selbst den Hersteller ausfindig machen. Die Schweizer Betriebe sind auf einer Liste des Bundesamtes für Veterinärwesen erfasst, die europäischen Produzenten auf einer internationalen EU-Liste.

Adresse sagt nicht viel aus

Der Code auf der Verpackung führt den Kunden zu jenem Betrieb, der das Fleischstück oder die Milch zuletzt bearbeitet hat. Das heisst: Wenn eine Schweizer Firma aus deutschem Poulet-Fleisch marinierte Spiesse herstellt, ist die Nummer des Schweizer Verarbeiters aufgedruckt. Anders bei Fleischprodukten, die direkt importiert wurden. Nicht nur Fleischwaren können Kunden mit dem Firmenkennzeichen zurückverfolgen. Auch Fisch- und Milchprodukte tragen den ovalen Stempel.

Die aufgedruckte Adresse auf Lebensmittelprodukten ist dagegen nicht immer aussagekräftig. Das Gesetz schreibt zwar vor, dass eine Adresse auf der Verpackung stehen muss. Diese muss aber nicht vom Hersteller stammen, es reicht die Adresse der Firma, die das Produkt auf den Markt gebracht hat.

Der Eier-Code

Bei Eiern gibt es keine einheitliche Kennzeichnung. Auf vielen Eier-Packungen finden Konsumenten zwar das ovale Firmenkennzeichen, aber nicht auf allen. Denn bei Eiern ist ein zweites System gebräuchlich: Ein Eier-Code, den der Betrieb beim Abpacken der Eier direkt auf die Eischale druckt. Rund zwei Drittel der Eier auf dem Schweizer Markt tragen diesen Code, schätzt Ruedi Zweifel vom Aviforum.

Die grossen Eierhändler in der Schweiz haben ein Rückverfolgungssystem übernommen, das in der EU seit Jahren Vorschrift ist. Einen Eier-Code nach diesem Muster: 0-CH-1234

Die erste Zahl steht für die Haltungsart. 0 bedeutet Bio, 1 bedeutet Freiland und 2 bedeutet Bodenhaltung. Die 3 steht für die in der Schweiz verbotene Käfighaltung. Danach folgt das Länderkürzel.

Der Zahlencode am Ende identifiziert den Produzenten. Auf folgenden Seiten können Konsumenten selbst nachforschen, woher ihr Ei stammt:

Nachverfolgung Eier Migros

Nachverfolgung Eier Spar

Nachverfolgung Eier Coop: über Kundendienst: Tel. 0848 888 444

Nachverfolgung Importeier