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Konsum Mehrwertsteuer-Privileg für ausländische Firmen wird abgeschafft

Schweizer Unternehmen sollen in Sachen Mehrwertsteuer nicht länger benachteiligt werden. Das kann zur Folge haben, dass sich Produkte von grossen Online-Händler wie Amazon verteuern. Sara Stalder von der Stiftung für Konsumentenschutz kann diesen Schritt nachvollziehen.

Regal mit tausenden von Büchern.
Legende: Bücher des Händlers Amazon könnten für Schweizer bald teurer werden. Keystone

Der Ständerat hat definitiv entschieden: Firmen und Versandhändler aus dem Ausland, die pro Jahr weltweit mehr als 100‘000 Franken umsetzen, sollen in der Schweiz künftig Mehrwertsteuer bezahlen. Schätzungsweise 30‘000 ausländische Unternehmen würden dadurch neu steuerpflichtig. Schweizer Unternehmen profitieren indirekt, indem ein Wettbewerbxvorteil der ausländischen Konkurrenz wegfällt.Mit dieser Massnahme soll endlich Schluss sein mit den ungleich langen Spiessen von Schweizer Unternehmen und Firmen aus dem Ausland.

«Konsument wird nicht viel merken»

Für Konsumentinnen und Konsumenten könnte diese Massnahme Konsequenzen haben: Die Regel betrifft somit auch Online-Händler wie zum Beispiel Amazon. Vor allem Bücher aus dem Ausland könnten teurer werden.

Dennoch findet Sara Stalder von der Stiftung für Konsumentenschutz diesen Schritt richtig, wie Sie gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» erklärt: «Es kann nicht sein, dass ausländische Firmen bevorzugt werden. Die Preise sind im Ausland nach wie vor viel günstiger, daher wird der Konsument nicht viel merken, auch wenn da etwas draufgeschlagen wird.» Die teils riesigen Preisdifferenzen würden bestehen bleiben.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Tim lüthi, Bachtel
    Solange die Post überrissene Preise verlangt, sind Unternehmen aus der Schweiz sowieso im Versandhandel benachteiligt. ein 500g Paket aus Deutschland in die Schweiz ist gerade mal halb so teuer als innerhalb der Schweiz. Das ist doch absurd.
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  • Kommentar von Ludwig Zeier, Luzern
    Heisst das nun dass die Zollfreigrenze abgeschafft wurde ? Das würde ja dann nur Bestellungen unter 60 bzw. 200 Franken betreffen. Dann dürften auch noch Zollabgaben dazu kommen. Dann lohnt sich bestellen im Ausland nicht mehr. Da wird der kleine Konsument bestraft und unsere Hochpreisinsel weiter zementiert. Und wenn Sara Stalder findet es werde sich für den Kunden nicht viel ändern, weshalb sollten dann die Schweizer Unternehmen von diesem Schritt profitieren ? Seltsame Volksvertreter .....
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    1. Antwort von Pascal Gienger, Winterthur
      Die Hauptschuldige an der Hochpreisinsel Schweiz ist die SVP. Deren Abschottungspolitik und deren ständigen Breitseiten gegen Ausländer und Einwanderer und das Beharren auf "wir können alles besser nur unter uns" führt exakt zu der Situation. Zoll und Subventionen für die Landwirtschaft, Subventionen für die Banken, Hass auf jegliche internationalen Verträge - aber dann jammern wenn man nicht ins billige Ausland gschwind geh poschte kann. Schweizer Rosinenpickerei.
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