Zum Inhalt springen

Header

Audio
Poststellen: Bald keine Staubsauger und Spielzeugautos mehr?
Aus Espresso vom 10.04.2015.
abspielen. Laufzeit 02:14 Minuten.
Inhalt

Konsum Poststellen: Bald keine Staubsauger und Spielzeugautos mehr?

In 20 Filialen reduziert die Post ab sofort ihr Sortiment – testweise. Offensichtlich reagiert sie damit auf Kritik von Kunden und Politikern. Gegenüber «Espresso» verteidigt die Post allerdings ihr Sortiment: Damit werde immerhin 500 Millionen Franken Umsatz generiert.

Immer wieder wird Kritik am Gemischtwarenladen in den Poststellen laut. «Espresso»-Berichte zeigen: Viele Kunden und sogar Mitarbeiter stören sich an den vielen Drittprodukten in den Filialen.

Auch auf politischer Ebene tut sich was: SVP-Nationalrat Rudolf Joder will der Post verbieten, weiterhin verschiedensten «Krimskrams» zu verkaufen. Zum einen empfänden es die Kunden als Belästigung, wenn die Filialen mit Gummibärchen, Spielzeug und Kissenbezügen vollgestellt würden, zudem werde der Detailhandel so durch die Post konkurrenziert.

Die Behandlung dieser parlamentarischen Initiative steht noch aus, ebenso wie diejenige eines ähnlich gelagerten Postulats der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen, welches erst vor kurzem eingereicht wurde. Die Vermuting: Die Post versucht, mit der Reduktion des Sortiments den Vorstössen den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Versicherungen, Mobiltelefone und Schreibwaren bleiben

Die Post verkleinert testweise in 20 ausgewählten Poststellen ihr Sortiment, darunter Aarau, Baden, Schaffhausen, Burgdorf, Kriens oder Davos Platz. Artikel, die kaum einen Bezug zur Post haben, werden aus dem Angebot gekippt. So zum Beispiel Spielwaren, Süssigkeiten und Auto- und Haushaltsartikel.

Im Sortiment bleiben weiterhin Versicherungen, Mobiltelefone mit Abos aber auch Abfallmarken, Vignetten, Bücher oder Schreibwaren. Postsprecher Oliver Flüeler: «Diese Artikel haben einen Bezug zur Post und werden weiterhin verkauft.»

Wie Flüeler gegenüber dem Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF 1 sagte, würden die Kunden jedoch weiterhin auf Produkte hingewiesen: «Nicht alle Kunden ärgern sich, wenn man ihnen Anfang Jahr eine Autobahnvignette anbietet.» Zudem betont er, dass die Poststellen mit dem Verkauf von Drittartikeln pro Jahr 500 Millionen Umsatz machten. Das entspricht einem Drittel.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von Elisabeth G , Bremgarten
    Dass man solche Produkte nicht mehr kaufen kann, ist schade! Wenn man wartet, ist es kurzweiliger, wenn man sich ein bisschen umschauen kann. Ausserdem braucht die Post Einnahmen. Ich finde es typisch Schweiz (Ich bin Schweizerin!), dass immer wieder Leute, die nicht genug zu tun haben, über etwas wirklich unwichtiges ein Riesentheater machen und dann die ganze Post diskreditieren und uns anderen Kunden etwas verbieten wollen! Die, die alles nur per Computer machen, machen der Post das Problem.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von beni fuchs , schaffhausen
      Ha Ha, es ist genau umgekehrt. Wenn die Post ihren Kram verkaufen will, muss Sie künstlich immer etwas Warteschlaufe generieren, was anhand der vielen Schalter (von denen nie alle geöffnet sind) einfach zu regulieren ist. Wer eintritt und gleich dran kommt, kauft nichts mehr nach Erledigung der Schaltergeschäfte. Und der Detailhandel hat das Einsehen. Es lebe die Privatisierung der Dienstleistungen!
  • Kommentar von Walter Schiess , 5610 Wohlen
    Ich wünschte mir, dass die Post vermehrt Ihren ursprünglichen Auftrag wahrnehmen würde. Die's beinhaltet zum Beispiel die rechtzeitige Zustellung der A-Post... auch an ein wenig "entlegene" Orte wie die schöne Bettmeralp im Wallis. Was ich in dieser Wintersaison in dieser Beziehung erlebt habe entspricht bei weitem nicht dem, was sich die Post mal auf die Fahne geschrieben hat. Gruss aus dem Schnee.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Elisabeth Raskovic , zürchermatte 5d
    die Bahn will jetzt auch Bahnschalter schließen; warum kann dies nicht die Post übernehmen? Gruß Elisabeth Raskovic
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten